VORWORT
Kunst hat Konjunktur. Seien es das "Gold Tut-ench-Amuns", die mächtigen Kathedralen der Romanik und der Gotik oder die farbenfrohen Gemälde von Vincent van Gogh, Henri de Toulouse-Lautrec und Claude Monet - Kunstschätze ziehen heute Hunderttausende in ihren Bann. Die Meisterwerke des Museum of Modern Art, die 2004 zu Gast in der Neuen Nationalgalerie in Berlin waren, fanden sogar 1,2 Millionen Bewunderer. 1997 erstmals veranstaltet, gehört die "Lange Nacht der Museen" mittlerweile in vielen Städten Europas zum unverzichtbaren Bestandteil des Kulturlebens. Doch: Je häufiger man Museen und Ausstellungen besucht und dort - manchmal etwas ratlos - vor den Kunstwerken steht, desto zahlreicher und drängender werden die Fragen zum Thema "Kunst".
Diese möglichst kompetent, umfassend und verständlich zu beantworten, hat sich auch die 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage des "Brockhaus Kunst" wieder zur Aufgabe gemacht. Über 5 500 Stichwörter erschließen alle wichtigen Künstler, Epochen und Sachbegriffe der abendländischen Kunstgeschichte - von Malerei und Grafik, Architektur und Bildhauerei bis hin zu Kunsthandwerk, Design und Fotografie. 930 hochwertige Abbildungen, erläutert durch ausführliche Bildunterschriften, lassen die Kunstwerke selbst sprechen. Aussagekräftige Zeichnungen, Grafiken, Tabellen und Karten helfen die Zusammenhänge zu verstehen. Infokästen präsentieren 180 Hauptwerke der europäischen Kunstgeschichte, die man kennen sollte - der "Brockhaus Kunst" enthält also auch ein kleines Museum der wichtigsten Zeugnisse der Kunst! Interessantem und charakteristischem Hintergrundwissen sind fast 170 weitere Kurzbeiträge gewidmet. 26 doppelseitige Sonderartikel beleuchten übergreifende wie zentrale Aspekte des Kunstlebens - von Akademie bis Künstlervereinigung, von Meisterwerk bis Zitat. Und über 3000 Verweise führen den Leser zu denjenigen Beiträgen im "Brockhaus Kunst", die weiterführende Informationen bereithalten.
Wissen steigert den Genuss. Der "Brockhaus Kunst" wird Ihnen sicherlich viele neue Horizonte beim Betrachten von Kunstwerken eröffnen - denn man sieht schließlich nur das, was man auch weiß.
| Mannheim | Redaktion F. A. Brockhaus |