Vorwort
Bücher über Schmerzzustände wie Arthrose, Rheuma, Migräne-, Kopf- und Karzinomschmerzen gibt es viele. Auch über die psychosoziale Betreuung und die Kommunikation mit Schmerzpatienten ist viel geschrieben worden. Dieses Buch rückt jedoch die Pharmakotherapie in den Mittelpunkt. Aktuell, umfassend und kritisch beschreibt es Bewährtes, Neues und Visionäres in der Therapie von Schmerzen.
Tabletten teilen, Pflaster kleben, TTS mit Strom, Salbe mit Elektrophorese, Kapseln mit Osmose, auch diese galenischen Aspekte werden besprochen.
Neben allen gängigen Analgetika werden auch »Exoten« und die Außenseitertherapie pharmakologisch vorgestellt. Die Wirkstoffe der Kegelschnecke, des Pfeilgiftfrosches und der Botulinumbakterien. Auch die Phytotherapie, Homöopathie, Basentherapie und Akupunktur werden kritisch beleuchtet.
Dennoch bleibt der Schmerzpatient im Mittelpunkt. Welche Schmerzmittel sind für Kinder oder Schwangere geeignet, welche für Senioren? Gehen Analgetika wirklich »auf die Nieren«?, machen Opiate wirklich (nicht) abhängig?
Diese und viele andere Fragen werden geklärt. Der Apotheker findet abgabebegleitende Hinweise, der Arzt die Extrakte von Studien, frei von Werbelyrik.
Matthias Bastigkeit
»Tage des Elends haben mich ergriffen.
Des Nachts bohrt es in meinem Gebein, und die Schmerzen,
die an mir nagen, schlafen nicht ...
Ich wartete auf das Gute, und es kam das Böse;
ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis.« (Hiob)