Vorwort
Die Geschichte des Geldes begann vor Tausenden von Jahren und berührt noch heute jeden Menschen. Denn jeder von uns braucht das Geld - es ist etwas Allgegenwärtiges, ohne das unser tägliches Leben nicht denkbar erscheint.
Dieser WAS IST WAS-Band zeichnet nach, wie sich das Geld entwickelt hat, welche Materialien anfangs als Geld verwendet wurden, wie das Geld die Funktionen des Tauschmittels, des Mittels zur Wertaufbewahrung und zur Wertmessung übernommen hat, bis es zur Recheneinheit wurde, mit der Warenpreise ausgedrückt werden konnten.
In chronologischer Folge werden die wichtigsten Zahlungsmittel seit der Frühzeit bis heute vorgestellt: Beginnend mit dem Naturalgeld, das in verschiedenen Weltgegenden verschieden lange in Gebrauch war, setzt sich die Entwicklung fort mit der Erfindung des Münzgeldes, das einen großen Schritt in der Geschichte der Zahlungsmittel bedeutete. Die Entwicklung der antiken Kulturen der Griechen und Römer war ohne das Geld nicht denkbar. Nach der Verwilderung des Geldwesens in der Spätantike reformierte Kaiser Karl der Große das Münzwesen. Das Zeitalter der Pfennigmünzen begann. Erst ungefähr fünfhundert Jahre später genügten die Pfennigmünzen dem weiter entwickelten Handel nicht mehr, größere Münzen wurden nun benötigt - die Großsilbermünzen oder Groschen. Zu dieser Zeit kannte man in China schon längst das Papiergeld.
Mit dem Beginn der Neuzeit, nach der Entdeckung Amerikas und den Edelmetallströmen aus der Neuen Welt, begann das Zeitalter des Talers, den es in größter Vielfalt der regionalen Ausprägungen bis ins 19. Jahrhundert gab. Abschließend wird der Blick auf die Entstehung des modernen Geldwesens gelenkt, das mit dem Schritt hin zum Papiergeld begann, sich mit der Entwicklung zum immateriellen Geld fortsetzte und bis in die Gegenwart zur Einführung des Euro reicht.
BAND 78
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ISBN 3-7886-0418-2