Tibet war bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts das sprichwörtliche "verbotene Land". Die höchsten Gebirge unserer Erde trennen das "Land des Schnees" vom Rest der Welt. Im Süden bilden die Eisriesen des Himalajas eine natürliche Grenze. Im Westen erheben sich die Berge des Karakorum und im Norden erstreckt sich das mächtige Gebirge des Kunlun, das das tibetische Hochland von den gewaltigen Wüsten Innerasiens trennt. Nur wenigen Entdeckern, Eroberern und Abenteurern der westlichen Hemisphäre war es vergönnt, jenen Teil vom "Dach der Welt" zu betreten, der zu Tibet gehörte. Umso zahlreicher waren die Spekulationen. Schon Herodot und Ptolemäus vermuteten ein Amazonenreich oder Gold grabende Ameisen im Himalaja. Selbst Marco Polo berichtet über das sagenhafte Land "Thebeth", ohne dort gewesen zu sein.
Auch heute noch geht von diesem Land und der tiefen Religiosität seiner Menschen, die ihrem Glauben in Riten, Pilgerfesten und der Malerei Ausdruck verleihen, eine magische Anziehungskraft aus.
Über 250 Bilder zeigen Tibet in seiner faszinierenden Vielfalt von der Hauptstadt Lhasa über den heiligen Berg Kailash und den Himmelssee Nam Tso Chukmo bis nach Nordtibet und in die fantastische Canyonlandschaft des einst mächtigen Königreiches Guge im äußersten Westen des Landes.