Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser!
Depressionen sind weit verbreitete Erkrankungen. Nur wenige wissen, dass nahezu jeder fünfte Mensch zumindest einmal im Verlauf seines Lebens längere Zeit an einer Depression leidet. Aber gerade depressiv erkrankte Menschen sprechen oft aus Scham und Unsicherheit nicht offen über ihre Krankheit, sodass eine Depression oft nicht rechtzeitig erkannt wird. Es ist auch für viele Depressionsformen typisch, dass man sich zurückzieht und kaum noch die Kraft und Energie aufbringt, mit anderen Menschen wie dem Partner und Angehörigen zu sprechen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Depressionen immer noch vielfach von der Umwelt nicht als Krankheit gesehen, sondern als "Willensschwäche", "Versagen", "Mangel an Disziplin" oder "seelischer Makel" abgewertet werden. Dabei wird vergessen, dass Depressionen Krankheiten des ganzen Menschen sind. Sie verändern tief greifend den Stoffwechsel und andere wichtige Körperfunktionen, ebenso wie unsere Gedanken, Gefühle und unsere Verhaltensweisen anderen gegenüber.
Depressive Erkrankungen sind mit verschiedenen ärztlichen und psychologischen Verfahren gut behandelbar - besonders, wenn sie frühzeitig erkannt werden.
Unser Ratgeber möchte Sie über neue Erkenntnisse und verschiedene therapeutische Möglichkeiten von der medikamentösen Therapie bis hin zur Selbsthilfe informieren. Damit möchten wir Betroffenen und ihren Angehörigen in leicht verständlicher, aber sachgerechter Form:
| • | helfen, Depressionen früher und rechtzeitig zu erkennen; | |
| • | verständlich machen, | |
| - | auf welchen Wegen depressive Erkrankungen entstehen, | |
| - | wie man als Betroffener und Angehöriger, Partner oder Freund damit umgehen kann und | |
| - | wie man Depressionen erfolgreich behandeln kann. | |
Wir werden Ihnen ferner einige konkrete Vorschläge machen, was Sie selbst im Falle einer depressiven Erkrankung tun können. Wir wollen Sie damit nachhaltig ermutigen, über Ihre Erkrankung zu sprechen und sich in Behandlung zu begeben, damit Ihr Leiden gemildert werden und Ihnen geholfen werden kann.
Die Autoren