Vorwort
Meine Beschäftigung mit dem Themenkomplex Tempus begann im Sommersemester 2000, als ich ein Seminar zu Temporalität an der Universität Tübingen besucht habe. Damals hat mir das Verständnis des Stoffes viel Mühe bereit. Vielleicht hat mich das Thema gerade deshalb gepackt und bis heute nicht losgelassen. Nach Haus-, Zulassungs- und Doktorarbeit zum Perfekt war ich auf einmal mit meiner eigenen Lehre konfrontiert. Ein Hauptseminar natürlich zu Tempus - stand ins Haus und ich fragte mich, was mir damals in Tübingen so Mühe bereitet hatte. Ein Einführungsbuch hatte mir gefehlt, das mich sicherer durchs Seminar gebracht hätte. Ein Blick in die Bibliothekskataloge zeigte mir, dass eine aktuelle Einführung nicht existierte und so begann ich dieses Buch zu schreiben.
Mein Verständnis von Tempus geht auf lange Diskussionen mit Brenda Laca und Hans Kamp zurück. Ihnen sei hier herzlich gedankt. Den Herausgebern dieser Reihe, Jörg Meibauer und Markus Steinbach, danke ich für die kritische Lektüre und die vielen hilfreichen Kommentare, Jürgen Pafel für seine Hilfe. Mögliche Fehler oder Unklarheiten in diesem Buch gehen jedoch einzig auf meine Rechnung. Die Studierenden meines Hauptseminars Tempus und verwandte Kategorien im Deutschen im Wintersemester 2005/2006 an der Universität Stuttgart haben mich vor allerlei fachliche wie didaktische Anforderungen gestellt. Sie haben entscheidend an diesem Buch mitgewirkt und viele Ausschnitte gelesen und kommentiert. Ohne sie wäre dieses Vorhaben wohl nie zu Ende geführt worden. Meiner Frau Véronique danke ich für ihre Unterstützung und meiner Mutter für das Korrekturlesen. Gewidmet sei diese Einführung meiner kleinen Tochter Coralie. Durch sie weiß ich, wie wichtig Zeit auch außerhalb der Forschung über Zeit ist.