Der christliche Publizist und sein Glaubensphilosoph
behandelt zum ersten Mal in einer Monographie die langjährige Freundschaftsbeziehung und Zusammenarbeit zwischen dem "Wandsbecker Boten" und offenbarungsgläubigen, ökumenisch gesinnten Lutheraner, Matthias Claudius, und dem kirchen-kritischen Glaubensphilosophen und solipsistischen Philosophie-Kritiker aus Düsseldorf, Friedrich Heinrich Jacobi. Obwohl zwei unleugbar verschiedene Denker mit unterschiedlichen Zielen, Ansprüchen und Leserkreisen, teilten Claudius und Jacobi dennoch eine gemeinsame Ablehnung allenspekulativen Verstandesdenkens und Kants moralisch begründeten Glaubens. Es verband sie ein reges Interessean aktuellen geistigen Strömungen und Debatten, eine Vorliebe für dialogische Schreibformen, und nicht zuletzt ein philosophisch nicht beweisbarer theistischer Glaube. Aus einer anfänglichen Freundschaft wurde ein sich gegenseitig bereicherndes und für die Geistesgeschichte fruchtbares Gespräch über Literatur, Philosophie und Religion.
ISBN 3-826-1945-8