Leerstellen, Lücken, Diskontinuität, the presence of the absence, charakterisieren nicht nur La Fourrure de ma tante Rachel, sondern das Federmansche Œuvre überhaupt, das sich wie ein unvollständiges Puzzle zusammensetzt.
An die Stelle von Linearität und Kontinuität - Kategorien, welche angesichts einer postmodernen condition humaine und insbesondere nach der Erfahrung des Holocaust obsolet geworden sind, - treten kreisende Bewegungen, die sich dadurch auszeichnen, daß sie den eigentlichen Kern immer wieder aufschieben und schließlich ganz aussparen.
Diese Lückenhaftigkeit läßt sich sowohl in den Bereichen Geschichte, Biographie und Erinnerung als auch im Bereich des Erzählens ausmachen. Eine breit angelegte Isotopie der Lücke zieht sich leitmotivisch durch das Werk Federmans und manifestiert sich auf den verschiedensten Ebenen des Textes.
Gerade die Diskrepanz zwischen einem fast manischen Erzählen und den immer größer werdenden Lücken läßt diese umso deutlicher hervortreten.
ISBN 3-8260-3074-5