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Katrin J. Kirchner
Franz Rosenzweigs Theorie der Erfahrung
Ein Beitrag zur Überwindung totalitärer Denkstrukturen und zur Begründung einer Kultur der Pluralität
erschienen Juni 2005
190 Seiten, Paperback
Verlag Königshausen & Neumann | ISBN: 3826030885
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KLAPPENTEXT |  öffnen
Franz Rosenzweig wurde als Philosoph vor allem durch seine Aussagen zur interpersonalen Beziehung bekannt. Das dialogische Prinzip ist aber nur ein Aspekt seiner systematischen Gesamtkonzeption. In ihr sticht vor allem auch die Gegenüberstellung zweier Grundrichtungen im Denken hervor, mit denen wir uns noch heute vor allem in der Welt orientieren: das sind der Verstehenshorizont des Lebensalltags und die wissenschaftliche Systembildung. Diese beiden unterscheiden sich grundlegend in Aufbau und... [weiter lesen]
INHALTSVERZEICHNIS |  öffnen
Inhalt
Einleitung 8
A.Schwerpunkte in der bisherigen Forschung zu F. Rosenzweigs philosophischem Werk 8
B.Zum Ablauf der Untersuchung 10
1 Die Entwicklung einer die Erfahrung aufhebenden Denksystematik und ihre Begrenzthei...
1.1 Entwicklungslinien auf dem Weg zum idealistischen Systembegriff 15
1.2 Erfahrung in idealistischen Systemen 17
1.2.1 Auf dem Scheideweg zwischen Empirismus und Rationalismus - Erfahrung nach I. Ka...
1.2.2 Die Veränderung von Subjekt und Objekt im Erkenntnisprozeß - Erfahrung nach G.W...
1.3 Idealismus als "negative Philosophie": die Entwicklung der Denkkonstruktionen zu ...
1.3.1 Hegels Logik als Darstellung der Wirklichkeitsstruktur in der Kategorienlehre 2...
1.3.2 Grundlegung des Denkens mit Hilfe der Infinitesimalmethode nach der Logik Herma...
1.3.3 Erster Schritt zurück in eine vom Denken unabhängige Wirklichkeit nach der Meta...
1.4 Franz Rosenzweigs Standpunktphilosophie als Versuch eines offenen Systems 43
2 Franz Rosenzweigs Weg aus dem Denken der Einheit in ein pluralistisches Denken der ...
2.1 Der Weg zu einer "positiven Philosophie": Aufweis der inneren Pluralität des Denk...
2.1.1 Rosenzweigs Herleitung der drei Grenzbegriffe des Wissens mit Hilfe der Infinit...
2.1.2Übergang zum Denken der Pluralität - Das Verhältnis der Religion zur Logik beim ...
2.2 Die drei Grenzbegriffe des Wissens als transzendente Elemente der Wirklichkeit 54
2.3 Rosenzweigs symbolische Darstellung der drei Wirklichkeitselemente 58
2.3.1 Gott als Begründer der Beziehung 59
2.3.2 Die Welt als Lebensraum 63
2.3.3 Der Mensch als Gegenstand und Person 66
3 Die Konstitution der menschlichen Personalität in Erfahrungen der Selbstheit und de...
3.1 Der Tod als Grenzbegriff des Wissens und die Todesfurcht als Erfahrung der Selbst...
3.1.1 Der Tod als Übergang zur Allgemeinheit bei Hegel 71
3.1.2 Die Todesfurcht als existentielle Erfahrung bei Rosenzweig 74
3.2 Die Struktur interpersonaler Beziehung im Idealismus und Rosenzweigs Weg zur Über...
3.2.1 Die ewige Annäherung aller an den Einen - Interpersonalität bei J.G. Fichte 78
3.2.2 Im Anderen zu sich selbst finden - Interpersonalität bei G.W.F. Hegel 83
3.2.3 Die Begegnung mit dem ganz Anderen - Interpersonalität bei F. Rosenzweig 88
4 Der Einzelne im Mittelpunkt des lebensweltlichen Verstehenshorizontes 96
4.1 Die Unvertretbarkeit des Einzelnen bei H. Cohen 96
4.2 Selbstbezüglichkeit und Verwiesenheit auf den Anderen als Existenzerfahrung bei S...
4.3 Die Bedeutung des Namens für die Erfahrung der Beziehung 103
5 Der Bezug zu den drei Zeitdimensionen als Voraussetzung für ein offenes System 111
5.1 Sprachanalyse als Mittel zur Darstellung der zeitgebundenen Existenz 111
5.2 Rosenzweigs Beziehungsbegriffe als Ausdruck der drei Zeitdimensionen 114
5.2.1 Offenbarung - Erfahrung der Beziehung in der Gegenwart 115
5.2.2 Schöpfung - Voraussetzung der je eigenen Existenz in der Vergangenheit 123
5.2.3 Erlösung - Gemeinschaftliche Erwartung an eine offene Zukunft 129
5.3 Leben im Spannungsfeld der zeitlichen Dimensionen oder Flucht aus der Gegenwart -...
6 Die Ethik als eine an der Erfahrung zu bewährenden Lehre der Interpersonalität 141
6.1 Die Perspektive des Einzelnen und der Horizont der Gemeinschaft 141
6.1.1 Das Offenbarungsereignis in Geschichte und Gegenwart 141
6.1.2 Gemeinschaftsbildung als Bindeglied zwischen persönlicher und geschichtlicher O...
6.1.3 Innen- und Außenperspektive der Gemeinschaft - an der Grenze zwischen verschied...
6.2 Bewahrung der Wahrheit - Forderung einer generationenübergreifenden Erfahrbarkeit...
6.3 Das gegenseitige Korrekturverhältnis zwischen der Erfahrung und ihrer Reflexion i...
7 Die Begründung einer standpunktbezogenen Weltordnung in einer Kultur der Pluralität...
7.1 Die Notwendigkeit des Transzendenzbezugs für die lebensweltliche Perspektive 158
7.1.1 Die Kontinuität des Ich und seiner Welt in der erfahrenden Begegnung mit der Wi...
7.1.2 Die Einbindung des Individuums in die Geschichte seiner Gemeinschaft 162
7.1.3 Die Begründung von Orientierung in allen Lebensbereichen 166
7.2 Das Differenzprinzip und die Möglichkeit interreligiöser Koexistenz 170
7.2.1 Rosenzweigs Modell des Stern der Erlösung - eine Darstellung grundsätzlicher Un...
7.2.2 Weitere mögliche Beiträge F. Rosenzweigs zur interreligiösen Verständigung 177
Zusammenfassende Schlußbemerkungen 182
Literaturverzeichnis 185
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