Die Untersuchung behandelt thematisch die archaischen Gesänge Pindars, Hölderlins und Rilkes im Lichte einer neu entwickelten Wahrheitstheorie. Das bringt die "reifarchaische" Chorlyrik Pindars, deren "vaterländisch"-archaische Übertragung durch Hölderlin und den orphischen Nachgesang Rilkes zur Sprache: in zentralen Werken wie Pindars Theia-Lied oder Tyche-Ode, Hölderlins Elegie Brod und Wein oder die Feiertaghymne, Rilkes Duineser Elegien und Sonette an Orpheus. Deren erneute Auslegung und Diskussion - unter Berücksichtigung von historischem Kontext und gegenwärtigem Forschungsstand - dient dazu, diese hermetischen und durch vielfache Vorurteile verstellten Werke in ihrer Welt und Dasein erschließenden Sprachkraft auch für Nichtfachgelehrte zugänglich und verstehbar zu machen.
Wolfgang Janke ist emeritierter Universitätsprofessor. Er lehrte an den Universitäten Köln und Wuppertal. Sein Werk umfaßt Arbeiten zur Metaphysik, zur Idealismusforschung, zur Ästhetik und Existenzphilosophie. Er ist Ehrenpräsident der Internationalen Fichte-Gesellschaft und Fachherausgeber der Theologischen Realenzyklopädie und der Fichte-Studien.
ISBN 3-8260-3180-6