Vorwort
Im Dschungel der Verlagssprache
Armchair-book, Barsortiment, Copyproof, Desktoppublishing, Efalin, Folio, Geistereffekt, Hurenkind - die Terminologie der Verlagsszene prägt sich durch die sprunghafte technische Entwicklung weiter aus und ist für den Einzelnen kaum noch überschaubar. Darüber hinaus sind selbst klassische Begriffe im Verlagschinesisch unzureichend definiert. So existieren viele Termini, die mangelhaft abgegrenzt sind und im täglichen Gebrauch zu Verwirrung und Missverständnissen beitragen können.
Das Wörterbuch der Verlagssprache ist eine aus langjähriger journalistischer und verlegerischer Praxis geschöpfte Auskunftei über die Bedeutung zahlreicher brandaktueller wie klassischer Begriffe der Verlagssprache. Das Werk will Beschäftigten in Verlag, Sortiment, Redaktion und Herstellung helfen, sich über Gegenstände ihres jeweiligen Berufes zu verständigen und vorhandene Zweifel und Unklarheiten auszuräumen. Es ist von dem Bemühen getragen, einen Standard zu erarbeiten und der babylonischen Sprachverwirrung der Branche Schranken zu setzen.
Anliegen des Wörterbuches ist gleichermaßen, allen an der Verlagsarbeit Interessierten Einblick in die Vielfalt der Tätigkeiten dieses Bereichs zu geben. Die Arbeit rund um die Herstellung, die Vervielfältigung und den Vertrieb von Druckerzeugnissen ist vielseitiger und auf Grund der rasch fortschreitenden Technisierung komplizierter und faszinierender, als der interessierte Laie ahnt.
Aus diesem Grunde wurden in den Band nützliche Begriffe angrenzender Fachsprachen aus der Welt der Sprachwissenschaftler und Journalisten, der Computerexperten, Grafiker, Drucker, Buchbinder und Werbeleute mit aufgenommen. Das im Ausbildungsgang der Verlags- und Werbekaufleute, Redakteure und Drucker geforderte Grundwissen ist im vorliegenden Band begrifflich enthalten.
Auf vielfältigen Wunsch neu aufgenommen wurden häufig benötigte Begriffe aus der Welt des Internets. Im Anhang des Wörterbuches sind außerdem die wichtigsten Internet-Akronyme und gebräuchlichsten -Smileys aufgelistet. Damit wird dem interessierten Leser auch in diesem Bereich die Fachterminologie vermittelt.
Die vorliegende fünfte Auflage definiert mehr als 3000 Begriffe. Dessen ungeachtet erhebt sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die es bei einem lebendigen, unaufhaltsamen Entwicklungsprozess ohnehin niemals geben kann. Autoren und Verlag freuen sich deshalb über alle Anregungen und Verbesserungsvorschläge aus dem Benutzerkreis, die unmittelbar in weitere Auflagen einfließen sollen. Für die nützlichen Tipps aus dem Kreis der Leser und Benutzer der bisherigen Auflagen sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt.
Dr. Johann-Friedrich Huffmann