Vorwort
Als der Schnellkurs Design 1995 erstmals erschien, war er als eine leicht lesbare Einführung in die Designgeschichte konzipiert worden. Er sollte Studierenden in Fächern wie Design, Architektur oder Kunstgeschichte wie auch jedem Interessierten einen Überblick geben und dabei ein grundsätzliches Verständnis für die historischen und ökonomischen Zusammenhänge und die Wechselwirkungen zwischen technischen Entwicklungen, sozialen Veränderungen und ästhetischen Strategien geben. Denn damals wie heute gab und gibt es immer noch relativ wenige allgemeine Designgeschichten im deutschsprachigen Raum. Offensichtlich füllt das Buch hier nach wie vor eine Lücke.
Inzwischen hat der Schnellkurs Design zahlreiche Auflagen erlebt. Wie ich bei Seminaren, Vorträgen und Workshops mit Studierenden, Marketingleuten, Architekten und Planern in verschiedenen Ländern feststellen konnte, wird er aus den genannten Gründen dankbar aufgenommen und ist an manchen Hochschulen schon so etwas wie eine Standardlektüre geworden.
In den Jahren seit der ersten Auflage von 1995 haben sich im Design wichtige neue Entwicklungen ereignet. Technologische Quantensprünge, besonders im Bereich der Mikroelektronik, haben neue Märkte für neue Produkte geschaffen. Solche neuen Produkte erforderten neue Formen, und es galt, neue Nutzungsprozesse gleich mitzugestalten. Das Verständnis von Design und seiner Rolle in der Unternehmenspolitik hat sich erweitert und gefestigt. Auch die Mechanismen der Märkte und die Strukturen der Zielgruppen haben sich in manchen Belangen verändert.
Deshalb war es an der Zeit, den Schnellkurs Design zu aktualisieren und die neuen Entwicklungen wieder exemplarisch und im Überblick darzustellen, um angesichts der immer komplexeren Aufgabenstellungen an das Design und im Hinblick auf die immer unübersichtlicheren globalen Märkte eine, wenn auch vereinfachende, Orientierung zu geben.
Thomas Hauffe