Schriften zur Theorie und Praxis der Mediation
Herausgegeben von Gernot Barth und Bernhard Böhm
Die Mediation ist ein außergerichtliches Streitbeilegungsverfahren. Unterstützt von einem neutralen und nicht entscheidungsbefugten Dritten, versuchen die Parteien, eine ihren Interessen entsprechende Einigung zu erzielen. Die Mediation baut dabei auf einer offenen Kommunikation der Parteien untereinander auf. Die notwendige Offenheit hängt eng mit dem Vertrauen der Parteien zusammen, dass die offenbarten Informationen später nicht gegen sie verwendet werden.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Schutz der im Mediationsverfahren offenbarten Informationen in einem möglichen nachfolgenden Zivilprozess. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Untersuchung von Zulässigkeit und Wirksamkeit der Abrede der Parteien, im Mediationsverfahren bekannt gewordene Informationen nicht in einem nachfolgenden Gerichtsverfahren zu verwenden. In welchem Umfang dürfen die Parteien vorprozessual Vereinbarungen treffen, welche die Befugnis zum Vortrag von Tatsachen beschränken? Welche rechtlichen Folgen hat die Verletzung der Vertraulichkeitsabrede insbesondere auf Schadensersatzansprüche und Vertragsstrafenvereinbarung.
Die Autorin:
Dr. jur. Katja Cremer, Rechtsassessorin, Wissenschaftliche Mitarbeit am Institut für Anwaltsrecht der Juristenfakultät der Universität Leipzig
Die Herausgeber:
Dr. phil. Gernot Barth, Privatdozent für Sozialpädagogik an der Universität Erfurt. Mediator; Steinbeis Beratungszentrum Wirtschaftsmediation; Arbeitsschwerpunkte: Mediation, Beratung, Kommunikation; Ausbildung von Mediatoren
RA Bernhard Böhm, Master of Mediation (univ.) Steinbeis Beratungszentrum Wirtschaftsmediation; Arbeitsschwerpunkte: Wirtschaftsmediation; Ausbildung von Mediatoren