Vorwort
Beim Erlernen einer fremden Sprache taucht man in eine neue Welt ein und unternimmt dabei nicht nur eine stufenweise Entdeckung von Wörtern und Grammatik, sondern erfährt auch vieles über die dieser Sprache eigene Kultur und Denkweise, die anhand von Redensarten zum Ausdruck kommt.
Die Redewendungen sind die Seele einer Sprache und machen sie lebendig, aber sie können uns auch leicht in die Irre führen. Wie Sie beim Lesen dieses Buches erfahren werden, kann man die deutschen Wendungen oft nicht wörtlich ins Spanische übersetzen, da sie durch ein anderes Bild veranschaulicht werden oder einen anderen Sinn ergeben; während sich die Deutschen beispielweise "wie ein Ei dem anderen gleichen", drücken die Spanier dies folgendermaßen aus: «parecerse como dos gotas de agua». Es kann sogar vorkommen, dass eine deutsche Redensart auf Spanisch genau das Gegenteil bedeutet; wenn Sie in Spanien einem Gastgeber sagen, dass "das Essen ein Gedicht war", wird er wahrscheinlich "große Augen machen", weil es heißt, dass sein Essen ungenießbar war. Hinzu kommt, dass viele deutsche Redewendungen kein idiomatisches Äquivalent im Spanischen haben oder ihr Gebrauch auf einen bestimmten Kontext beschränkt ist. Aber mit Hilfe dieses Buches werden Sie diese Probleme überwinden können und bei den Spaniern immer "den Nagel auf den Kopf treffen".
Als Ordnungsprinzip wurde das erste Substantiv der Wendung bzw. ein Hauptstichwort gewählt. Während Sprichwörter (prov) auch im Deutschen gekennzeichnet sind, werden stilistische Einschränkungen nur für das Spanische angegeben.
Folgende linguistische Abkürzungen werden verwendet: (col) = umgangssprachlich, (vulg) = vulgär, (ant) = veraltet, (bibl) = biblischen Ursprungs, (Lam) = lateinamerikanisches Spanisch, FA = falso amigo (falscher Freund), (prov) = proverbio (Sprichwort), (fig) = figürlich, jmd = jemand, alg. = alguien (jemand)
Wir möchten uns ganz herzlich bei Christiane Braun und Wolfgang Miltschitzky für ihre Unterstützung bedanken.
Pedro Álvarez Olaneta
Trinidad Bonachera Alvarez