Es gibt Menschen, die lassen sich zur Entspannung von Fußballspielen im Fernsehen berieseln, andere benötigen ärztliche Hilfe, da ist die Platzwahl kaum vorüber. Es soll Leute geben, die einen direkt nicht mögen, wenn man sich als Schalke-Fan zu erkennen gibt und ebensolche, die binnen Sekunden ein Verbrüderungsglas in der Hand halten, wenn man die Worte Borussia und Mönchengladbach in einem positiven Kontext erwähnt. Beide werden sich und ihr Leben hier wiederfinden.
Aber in diesem Buch geht es eigentlich gar nicht (nur) um Fußball. Und natürlich doch. Auf einer Seite steht, wie sich jemand wirklich den Namen der Freundin falsch auf den Unterarm tätowieren lassen kann, auf der nächsten, warum eine Mannschaft tatsächlich mal 5 Minuten das eigene und das Tor des Gegners verteidigen musste. Der fairste Torschützenkönig aller Zeiten geht Hand in Hand mit ausflippenden Kommentatoren, cholerischen Präsidenten und einfachen Spielern, aus denen Worte kommen wie: "Keiner verliert ungern."
Wie sollen wir nur einen Grund nennen, Fußball zu lieben? Wer kann schon nur einen Grund nennen, warum man Musik hört oder ins Kino oder Theater geht? Nur einen Grund für leckeres Essen? Nicht zuletzt: hat man nur ein Wort, um die Liebe zu erklären? Nur eine Geschichte für das Leben?
Wir haben (mehr als) tausend gefunden. Tut uns leid.
Thomas Häßler: In der Schule gab's für mich Höhen und Tiefen. Die Höhen waren der Fußball.