Realistische Phänomenologie
Philosophische Studien der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein und an der Pontificia Universidad Católica de Chile en Santiago.
HERAUSGEBER
Professor Juan-Miguel Palacios zusammen mit Professor John F. Crosby und Professor Czestaw Porçbski
Heftiger als jemals zuvor ist unter den einflußreichsten Denkern eine wahre Gigantomachie um die Wahrheit ausgebrochen, die alle Ebenen der Wahrheit betrifft. Dem Verständnis der Urteilswahrheit als einer "Übereinstimmung mit den Sachen" zu einem Durchbruch gegen zahlreiche brillante Einwände zu verhelfen, erfordert eine herkulische Anstrengung. Denn an die letzten Endes unentthronbare Stelle dieser "Übereinstimmung"haben sich viele Bastarde gedrängt: Evidenz, Kohärenz, Konsens und Diskurs, Erfolg und zahlreiche andere Phänomene, durch die man das Wesen der Wahrheit bestimmen wollte.
Die durch scharfsinnige Philosophen bewirkte Krise des Wahrheitsverständnisses verbietet jeden "easy way out" aus den Wirren des Wahrheitsbegriffs und verlangt eine kritische Analyse und Erörterung der Einwände verschiedenster Wahrheitstheorien, die gewaltige Auswirkungen auf alle philosophischen Disziplinen und auf das gesamte menschliche Leben haben.
Ein vertiefter Begriff des Sachverhalts muß an die Stelle der alten res (Ding) treten. Auch müssen in der Verteidigung der Korrespondenztheorie bei Tarski, Popper, Albert und ihren anderen neueren Verfechtern diverse Mängel überwunden werden, um zu erkennen, daß sich jene schlichte Urgegebenheit der Urteilswahrheit aus keinem Teilbereich der natürlichen, nicht-formalisierten Sprache und des unermeßlichen Reiches des Seins -der Zahlen und des Raums, der Zeit und der geometrischen Körper, der leblosen und lebendigen Natur, der Ethik und der Werte, ja aus keinem Reich des Seienden, ja nicht einmal aus der Sphäre des Nichts- verdrängen oder durch irgendetwas anderes ersetzen läßt.
ISBN 978-3-86838-027-9