Vorwort
Was denn nun: Eigenlob stinkt oder Eigenlob stimmt? Noch immer herrscht Unsicherheit, wenn es um PR in eigener Sache geht.
Zugegeben, wenn jemand ständig seine Leistungen betont, sein Wissen, seine guten Verbindungen oder seine grandiosen Einfälle in das Rampenlicht stellt, wirkt das auf die meisten Menschen abstoßend. Niemand will wieder und wieder hören, wie großartig ein anderer ist, niemand will permanent applaudieren müssen.
Und so erscheint es auch umgekehrt unangenehm, mit den eigenen Qualitäten hausieren zu gehen. Schon früh lernen die meisten, Bescheidenheit sei eine Zier, Und es werden feine Unterschiede gemacht: Eigenlob gilt als eitel und unanständig und führt dazu, dass kein anderer den Betroffenen lobt, geschweige denn mag. Selbstlob dagegen, natürlich auch nur sparsam eingesetzt, sei gestattet, wenn es sich nicht um Prahlerei, sondern nur um eine berechtigte Einschätzung eigener Fähigkeiten handle. Also immer schön bescheiden? Nein! Denn dann erfährt der Chef nichts davon, andere heimsen das Lob, die Gehaltserhöhung oder die Beförderung ein. Wer im Job Erfolg haben will, muss sicher sein, dass die eigenen Verdienste auch der eigenen Person zugeordnet werden können. Das setzt voraus, dass Sie nicht nur Gutes tun, sondern auch darüber sprechen bzw., noch besser, andere darüber sprechen zu lassen.
Dieser Ratgeber verrät Ihnen, wie Sie den Spagat zwischen peinlichem Eigenlob und notwendiger PR in eigener Sache hinbekommen. Grundvoraussetzung ist, dass Sie sich Ihrer Stärken bewusst sind und Ihre Macken lieben lernen oder zumindest akzeptieren. Sie müssen wissen, wohin Ihre berufliche Reise gehen soll, müssen Visionen für die Zukunft haben. Nur dann können Sie auch gezielt Werbung für sich machen, die Sie der Erfüllung Ihrer Träume näher bringt.
Machen Sie sich selbst zur unverwechselbaren Marke, über die andere - natürlich positiv - sprechen. Bedenken Sie, dass jeder Aufritt, jede Handlung, jede Spur, die Sie in der Berufswelt hinterlassen, zu Ihrem Image beiträgt. Lernen Sie, mit Körpersprache, Äußerlichkeiten und geschliffener Ausdrucksweise guten Eindruck zu machen. Ganz wichtig: Sorgen Sie für Verbündete, die Sie nicht nur ganz praktisch mit Rat und Tat unterstützen, sondern vor allem als Fürsprecher perfekt Werbung für Sie machen können. Probieren Sie es aus. Sie werden staunen, wie schnell und lohnend es sich auszahlt, wenn Sie nicht nur Gutes tun, sondern andere auch davon erfahren.
Ihre
Iris Hammelmann