Vorwort
Ein Prüfungsbuch in den Fächern der Sozialwissenschaften zu Schreiben bedeutet, die sehr komplexen Fragestellungen und Theorien zum menschlichen Erleben und Verhalten, zu sozialen Phänomenen und Prozessen wie auch zum agogischen Verhältnis zwischen Pflegekräften und alten Menschen, auf knappe Fragen und eindeutige Antworten zu reduzieren.
Der Anspruch der Sozialwissenschaften in der Altenpflegeausbildung geht weit über die Vermittlung reproduzierbaren Wissen hinaus.
Ziel ist das Erkennen von Bedingungszusammenhängen für Ursachen und Formen menschlichen Verhaltens, das empathische Einfühlen in Perspektiven, Abhängigkeiten und Kränkungen, sowie die Erweiterung der psychologischen und sozialen Handlungskompetenz.
Die durch den Unterricht ermöglichte Einstellungs- und Verhaltensänderung in der pflegerischen Arbeit, kann nicht abgefragt werden. Die dargestellten Themenbereiche sind eine Auswahl aus:
| • | eigener langjähriger Praxis und Unterrichtserfahrung | |
| • | Unterrichtskonzepte von verschiedenen Altenpflegeschulen im Bundesgebiet | |
| • | den Inhalten der Ausbildungsbestimmungen und Curricular aller Bundesländer | |
| • | den für die Ausbildung relevanten Lehrbüchern | |
Die Themenauswahl ist als kleinster gemeinsamer Nenner zu verstehen.
Die Themenzuordnung zu den einzelnen Fächern entspricht den vorliegenden Unterrichtsplänen. Eine andere Zuordnung, vor allem für das Fach Geragogik ist denkbar und je nach Fachdozent wahrscheinlich.
Die Fragen und Antworten entsprechen dem geforderten Wissensstand und sind so gestaltet, daß sowohl der Lernende allein sein Wissen überprüfen, als auch von einer zweiten Person abgefragt werden kann.
| Aachen im September 1998 | Dr. Ansgar Stracke-Mertes |