Warum habe ich gerade diesen Partner gewählt? War es seine Schönheit? Ein faszinierender Charakterzug? Habe ich mich von eher nüchternen Erwägungen leiten lassen? Von meinem Kinderwunsch? Von "Torschlusspanik"? War unser Suchmotto "Gleich und gleich gesellt sich gern" oder "Gegensätze ziehen sich an"?
Das Geheimnis der Partnerwahl entschlüsselt sich, wenn überhaupt, meist erst nach Jahren und nur durch psychologische Spurensuche. Das Rätsel der "Kollusion", des unbewussten Zusammenspiels oft schamhaft verborgener Motive, führt uns an seelische Abgründe, zu Kompensationsmechanismen, kindlichen Defiziten und Heilungsversuchen unserer Tiefenpersönlichkeit. Die Chemie der Paarsynthese zu analysieren heißt, uns über die Chancen und Gefährdungen unserer Liebe bewusst zu werden. Erst dann können wir gemeinsam reifen.
Mathias Jung schlägt mit Hilfe repräsentativer Fallbeispiele eine Schneise durch das Gefühlsdickicht unserer partnerschaftlichen Irrungen und Wirrungen.
Die Ehe sollte ein Zusammenschluss zweier autonomer Existenzen sein, keine Anexion, keine Flucht, kein Heilmittel. Simone de Beauvoir
ISBN 978-3-89189-173-5
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