Lorenz Knorr (*1921 in Eger, jetzt Cheb) wurde nach dem Einmarsch der Nazi-Truppen 1938 wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit inhaftiert. Nach seiner Entlassung und auch nach seiner Einberufung in die Wehrmacht setzte er seine Widerstandsaktivität fort. Wegen »Wehrkraftzersetzung « kam er 1942 vor ein Kriegsgericht, dann in eine Strafkompanie in Afrika. Später im besetzten Polen fand er neue Möglichkeiten zur antifaschistischen Tätigkeit. Nach 1945 siedelte er mit seinen Eltern im Rahmen eines Antifa-Transportes nach Südbayern aus. Bis heute ist Lorenz Knorr in vielfältigen Funktionen in antifaschistischen und antimilitaristischen Organisationen und als Autor und Publizist tätig. Von 1963 bis 1967 stand er vor BRD-Gerichten, weil er die Vergangenheit der damals an der Spitze der Bundeswehr stehenden Generäle enthüllt und sie als mitschuldig am Massenmord und an schwersten Kriegsverbrechen attackiert hatte. In mehr als 20 Büchern und zahlreichen Broschüren sowie Zeitzeugengesprächen gibt Lorenz Knorr sein Wissen und seine Erkenntnisse an die jüngeren Generationen weiter.