Die Autoren
Markus Beiler ist Dipl.-Medienwissenschaftler, ist seit 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, Abteilung Allgemeine und Spezielle Journalistik, Schwerpunkt Internationale Mediensysteme. Er ist hier insbesondere für die online-journalistische Ausbildung im Rahmen der "Lehrredaktion Online" verantwortlich. Von 1999 bis 2003 hat Markus Beiler Medienmanagement (Angewandte Medienwissenschaft) am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik und Theater Hannover studiert. Begleitend war er von 2000 bis 2002 als Projektmitarbeiter in der Abteilung Medienpolitik der Bertelsmann-Stiftung tätig.
Christoph Fasel ist Professor für Medien- und Kommunikationsmanagement an der "Fachhochschule Calw - Hochschule für Wirtschaft und Medien". Er studierte in Paris und München, u.a. Germanistik, Geschichte und Philosophie (1978-1983) und wurde 1986 mit einer Arbeit über "Herder und das klassische Weimar" promoviert. Journalistische Tätigkeit unter anderem für BILD, ABENDZEITUNG und BAYERISCHEN RUNDFUNK. Nach dem Besuch der Henri-Nannen-Schule, GRUNER+JAHR/DIE ZEIT (1985-1987) arbeitete er als Redakteur bei ELTERN und Blattentwickler für Gruner+Jahr (bis 1991), war dann Reporter beim STERN und von 1996 bis 1999 Chefredakteur der deutschen und österreichischen Ausgabe von READER'S DIGEST. Christoph Fasel lebt als Autor, Blattentwickler, Verlagsberater und Kommunikationscoach in Tübingen; er ist Gesellschafter der WortFreunde Kommunikation GmbH in Stuttgart und Frankfurt/Main sowie von "Klara - Schule für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit" in Berlin.
Barbara Held ist seit Juli 2004 abgeordnet als Nationale Expertin zur Generaldirektion Unternehmen der Europäischen Kommission (IDA-Programm, Brüssel), wo sie u.a. das Projekt "European Interoperability Guidelines" leitet. Sie studierte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Hispanistik, Publizistik und Geschichte und wurde in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin promoviert. Nachdem sie bis 1991 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Publizistik arbeitete - erst in Mainz, dann an der FU Berlin - war Barbara Held bis 1997 selbstständige Kommunikationswissenschaftlerin und Medienjournalistin (DER TAGESSPIEGEL, DIE WELT). Zurück an die FU Berlin brachte sie eine Stelle als Hochschulassistentin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft im Bereich Journalismus und Redaktionsmanagement sowie über Methoden der Öffentlichkeitsarbeit (Forschung zu Internetjournalismus und Qualitätsmanagement). Im Jahr 2000 ist sie von der Wissenschaft in Verwaltung/Politik gewechselt und erlebt Qualitätsmanagement seitdem eher von der praktischen Seite - bis 2004 als Referentin im Bundesministerium des Innern u. a. zuständig für den Bereich Softwarestrategie (Standards und Architekturen für eGovernment-Anwendungen) und Open Source-Strategie. Barbara Held schrieb zahlreiche Publikationen zu Themen des deutschen Medienmarkts, zum Medienmanagement und zu eGovernment.
Hans Werner Kilz ist seit 1996 Chefredakteur der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Nach einem Volontariat bei der WORMSER ZEITUNG und Studienjahren am Institut für Publizistik der Universität Mainz von 1964 bis 1967 arbeitete er als Politischer Redakteur der ALLGEMEINEN ZEITUNG, Mainz. Beim SPIEGEL war er zunächst Inlandskorrespondent (1970-1980), dann Stellvertretender Ressortleiter (bis 1985) und von 1986 bis 1989 Leiter des Deutschland-Ressorts, bevor er die Stelle des Chefredakteurs übernahm (bis 1995). An Hochschulen zurückgekehrt ist Hans Werner Kilz im Herbst 1989 als Fellow an der John F. Kennedy School, Cambridge, sowie mit einem Akademischen Jahr am Center for Science and International Affairs, Harvard University, Cambridge (1995/1996).
Thomas Knieper ist seit 2002 Oberassistent am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, von 1995 bis 2002 war er dort wissenschaftlicher Assistent. Sein Doppelstudium der Hauptfacher Statistik und Kommunikationswissenschaft sowie der Nebenfächer Informatik, Mathematik, Psychologie, Soziologie und Wissenschaftstheorie schloss er 1989 als Diplom-Statistiker ab. Anschließend war er bis 1991 Assistent am Institut für Statistik und Wissenschaftstheorie der LMU München. Er wurde 1995 in Kommunikationswissenschaft promoviert und habilitierte sich 2001. Seit dem Sommersemester 2002 hat Thomas Knieper außerdem einen Lehrauftrag an der Hochschule für Philosophie in München inne. Von Dezember 2001 an ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Münchner AGEMAS Arbeitsgemeinschaft für Markt- und Meinungsforschung GmbH und seit August 2004 ordentliches Mitglied im Humanwissenschaftlichen Zentrum (HWZ) der LMU München.
Thomas Leif arbeitet als Chefreporter Fernsehen im SWR-Landessender Mainz. Nach dem Studium der Politik, Publizistik und Pädagogik an der Universität Mainz (M.A. 1985) wurde er 1989 an der Universität Frankfurt/ Main zum Dr. phil. promoviert. Er ist Herausgeber der Vierteljahreszeitschrift FORSCHUNGSJOURNAL NEUE SOZIALE BEWEGUNGEN (Lucius & Lucius Verlag Stuttgart), Buchautor und -herausgeber sowie Vorsitzender des Netzwerkes Recherche (http://www.netzwerkrecherche.de).
Hans Leyendecker hat fast zwei Jahrzehnte für den SPIEGEL geschrieben und ist heute Leitender Politischer Redakteur der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Im Team oder allein deckte er die Affären Flick, Lambsdorff, Späth, Waffenhandel Nahost, BND-Schmuggel, Schreiber und Kohl auf. Er ist Autor diverser Bücher, zuletzt "Die Lügen des Weißen Hauses", und hat national und international diverse Preise gewonnen. Im Dezember 2004 erhielt Leyendecker den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis. Er ist stellvertretender Vorsitzender des "Netzwerks Recherche" und Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten.
Marcel Machill ist Professor für Journalistik mit dem Schwerpunkt internationale Mediensysteme an der Universität Leipzig. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen in den Bereichen (internationale) Medienpolitik, Onlinejournalismus, Suchmaschinen, TV, Radio, Internet Governance, Wissenschaftsjournalismus, Medienkompetenz und journalistische Kultur(en). Vor seiner Berufung als Journalistik-Professor im April 2002 leitete Machill die Abteilung Medienpolitik der Bertelsmann-Stiftung. Davor war er von 1997 bis 1999 McCloy Scholar an der Harvard University in Cambridge, USA. Neben seiner internationalen wissenschaftlichen Tätigkeit (2003/04 Gastprofessor an der Universität Zürich; 2004 Gastprofessor an der Universität St. Gallen sowie seit 1994 insgesamt neun Lehraufträge u.a. an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie am Institut für Journalistik der Universität Dortmund) arbeitete Marcel Machill als Journalist sowohl bei Print- als auch elektronischen Medien: 1991/92 Volontariat und Ausbildung zum Rundfunkredakteur bei der DEUTSCHEN WELLE in Köln und Berlin; er arbeitete bei RADIO FRANCE INTERNATIONALE in Paris und moderierte dort 1993 das erste "Europa-Journal"; anschließend freier Redakteur bei EURONEWS-TV in Lyon, wo er Nachrichten und Magazinsendungen sowie politische Live-Reportagen (Europaparlament u.a.) moderierte. Als freier Mitarbeiter war er für den WDR, ORB, RADIO FRANCE, DIE ZEIT, FRANKFURTER RUNDSCHAU, TAZ, JOURNALIST, ARD-Studio Washington tätig.
Miriam Meckel ist Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. Sie studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Sinologie, Politikwissenschaft und Jura an den Universitäten Münster und Taipei, Taiwan, und erwarb anschließend den Doktorgrad. Von 1990 war sie frei und fest als Fernsehredakteurin fur die Nachrichtenredaktion "West 3 Aktuell" beim Westdeutschen Rundfunk in Köln und Düsseldorf tätig, arbeitete als freie Mitarbeiterin der VOX-Fernsehgesellschaft für die Sendung WELT-VOX und war von 1994 bis 1995 Chefin vom Dienst und Moderatorin von RTL WEST LIVE, dem RTL-Regionalmagazin für NRW. Ab 1995 hat sie als freie Autorin, Live-Reporterin und Moderatorin für das politische Magazin WESTPOL, für die Nachrichtenredaktion des WDR-Fernsehens und für das Mittagsmagazin NRW AM MITTAG gearbeitet. Miriam Meckel hatte von 1999 bis 2001 eine Professur für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (Schwerpunkt: Journalistik) an der Universität Münster inne und war dort Geschäftsführende Direktorin am Institut für Kommunikationswissenschaft. Außerdem war sie als Beraterin für Redaktions- und Medien-Management und Business Communication tätig. Bevor sie im November 2003 das derzeitige Amt der Staatsekretärin übernahm, war sie als Regierungssprecherin und Staatssekretärin beim Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalen zuständig für Medienwirtschaftspolitik. Miriam Meckel brachte zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zu den Themen Redaktions- und Medienmanagement, Medienökonomie, Internet, Informationsgesellschaft, Fernsehen und Unternehmenskommunikation hervor.
Christoph Neuberger ist Diplom-Journalist und seit 2002 Professor für Kommunikationswissenschaft (Schwerpunkt Journalistik) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind Online-Journalismus, Internetöffentlichkeit, Engagement von Presse und Rundfunk im Internet, Arbeitsmarkt und Qualifizierung im Journalismus und Journalismustheorie. Von 1985 bis 1990 studierte er Journalistik, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Eichstätt und Tübingen. 1995 wurde er über "Journalismus als Problembearbeitung" zum Dr. phil. promoviert und habilitierte sich 2001 mit dem Thema "Journalismus im Internet". Ab 1990 hatte er Stellen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Diplomstudiengang Journalistik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt inne, und 2001/02 übernahm er die Vertretung einer Professur für Journalistik an der Universität Leipzig. Christoph Neuberger ist als Gutachter tätig und betreibt Auftragsforschung u.a. für die Audi AG, die Berteismann Stiftung und den Deutschen Bundestag. Er ist Mitglied in der Jury des Grimme Online Award.
Harald Rau ist Diplom-Kaufmann und arbeitet als Journalist und Medienberater mit Büro in Schriesheim bei Heidelberg. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Hagen und Mannheim sowie Journalistik an der Universität Dortmund, wo er am Institut für Journalistik zum Dr. phil. promoviert wurde. Lehraufträge führten ihn an die Universitäten Mannheim (Medienwissenschaften) und Frankfurt an der Oder (Kulturwissenschaften). Seit dem Wintersemester 2000/2001 lehrt er an der Universität Leipzig in Vorlesung und Seminar Medienökonomie, Medienmanagement und Interviewtechnik (Vertretungsprofessur im Sommersemester 2005). Dem Tageszeitungsvolontariat 1984-86 folgten Zeiten als Redakteur (Regionales und Wirtschaft 1986, 1988), sowie als freier Journalist für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (SWR, vormals SDR, 1987-1991) und das private Fernsehen (RTL 1987 bis 1998, RNF seit 1986, Bloomberg 2001-2002). Bedeutendere Projekte und Sendungen realisierte er als Medienberater in den Ressorts Wissenschaft und Wirtschaft, das von ihm entwickelte und betreute Format BASF TV wurde als erstes deutsches Business-TV-Magazin terrestrisch und über Kabel verbreitet und mit dem Landesmedienpreis der LfK ausgezeichnet. In den Jahren 1999 bis 2002 betreute er als Berater und Mitglied der Programmführung den Aufbau der Senderkette F.A.Z. Business-Radio an den Standorten Berlin, München und Frankfurt/M.
Stephan Ruß-Mohl ist Professor für Kommunikationswissenschaft (Arbeitsgebiete: Journalistische Praxis/Medienmanagement) und Leiter des European Journalism Observatory an der Università della Svizzera italiana in Lugano. Von 1985 bis 2001 war er Publizistik-Professor an der Freien Universität Berlin und dort für den Studiengang Journalisten-Weiterbildung und für das Journalisten-Kolleg verantwortlich. Stephan Ruß-Mohl studierte Sozial- und Verwaltungswissenschaften in München, Konstanz und Princeton/USA. Den Doktorgrad erwarb er 1980 an der Universität Konstanz in Sozialwissenschaften. Forschungsaufenthalte führten ihn an die University of Wisconsin in Madison/ USA (1989), das Europäische Hochschulinstitut in Florenz (1992) und die Stanford University in Kalifornien (1995 und 1999). Journalistisch war er u.a. für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG und führende deutsche Printmedien tätig. Seine Forschungsfelder sind: Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement im Journalismus, Redaktionsmanagement; vergleichende Journalismus-Forschung (insbesondere: Deutschland, USA, Schweiz, Italien); Medien-Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit für Medienunternehmen; Wirtschaftsberichterstattung.
Siegfried Schmidt ist seit 1993 außerplanmäßiger Universitäts-Professor am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Er ist seit 2001 im Ruhestand, gleichwohl dort weiter als Lehrbeauftragter tätig. Siegfried Schmidt studierte in Leipzig Journalistik mit den Spezialisierungen Psychologie, Ästhetik, Literatur- und Musikwissenschaft und war anschließend Redakteur einer Lokalzeitung. 1970 wurde er in Leipzig zum Dr. rer. pol. promoviert und habilitierte sich im Jahr 1983. An der Karl-Marx-Universität bzw. Universität Leipzig hatte er Stellen als wissenschaftlicher Assistent mit Lehrauftrag, Oberassistent und Hochschuldozent zunächst an der Fakultät für Journalistik, später Sektion Journalistik, nach der Wende Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft inne. Lehraufträge führten ihn nach 1991 an die Hochschule für Musik und Theater Hannover und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Zu seinen Hauptarbeitsgebieten gehören Medienkultur und Medienästhetik, Feuilletonjournalismus, Darstellungsformen sowie Qualitätsprobleme des Journalismus, wozu er zahlreiche Publikationen hervorbrachte.
Theo Sommer ist seit dem Jahr 2000 "Editor-at-Large" bei der Wochenzeitung DIE ZEIT, nachdem der dort als politischer Redakteur (1958), Chefredakteur (1973-1992) und von 1992 bis 2000 als Herausgeber neben Gräfin Dönhoff und Helmut Schmidt wirkte. Er studierte Geschichte und politischer Wissenschaften in Tübingen, am Manchester College, Indiana/USA, und an der University of Chicago. Bei Hans Rothfels in Tübingen wurde er mit einer Arbeit über "Deutschland und Japan zwischen den Mächten, 1935-1940" zum Dr. phil. promoviert. Im Sommer 1960 nahm er an Henry Kissingers Internationalem Seminar an der Harvard University teil. Lehraufträge führten ihn 1967-1970 an die Universität Hamburg (Politische Wissenschaften) und im Wintersemester 1972 an das Center for European Studies, Harvard University. Journalistisch befasst sich Theo Sommer vorwiegend mit außenpolitischen Fragen, vor allem Deutschland- und Ostpolitik, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik, Europafragen und die Entwicklung Asiens. Vielerlei Aufsätze entstanden in ausländischen Publikationen wie FOREIGN AFFAIRS; er war langjähriger Kolumnist bei NEWSWEEK INTERNATIONAL, YOMIURI SHIMBUN (Tokio) und JOONGANG ILBO (Seoul). Neben seiner Tätigkeit als Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher war und ist er Leiter bzw. Mitglied deutscher und internationaler Kommissionen und Gremien u.a. zu Themen der Bundeswehr und wirtschaftlicher Beziehungen zu asiatischen Ländern. Unter den Auszeichnungen, die Theo Sommer erhielt, befinden sich der Theodor-Wolff-Preis (1966), ein von der University of Maryland 1982 vergebener Dr. h.c. sowie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1998).
Siegfried Weischenberg ist Professor am und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg sowie Direktor des Zentrums für Medienkommunikation. Er studierte Sozial- und Kommunikationswissenschaft und beendete sein Studium 1976 mit der Promotion. Von 1968 bis 1974 war er Redaktionsmitglied bei einer Tageszeitung. Am Aufbau des Modellversuchs Journalistik an der Universität Dortmund war er von 1976 bis 1982 beteiligt und lehrte dort als Professor für Medienproduktion. 1982 bis 2000 war er als Professor für Kommunikationswissenschaft und Leiter der Abteilung Journalistik am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster tätig. Das Institut leitete er in den Jahren 1994 bis 1996. Siegfried Weischenberg nahm Gastprofessuren an der Indiana University (USA) sowie den Universitäten München, Moskau und Hamburg wahr. Journalistische Tätigkeiten übt er seit 1967 für Presse, Rundfunk und Agenturen aus. 1999 wurde er zum Bundesvorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) gewählt; er übte dieses Ehrenamt bis November 2001 aus. Er hat zahlreiche Publikationen insbesondere zu den Themen Journalismus, Politische Kommunikation, Medienökonomie, Medienethik, Kommunikationstechnologien und Nachrichtenproduktion verfasst.
Dieter Wild ist promovierter Jurist und Historiker. Während vierzig Jahren arbeitete er für den SPIEGEL. Wild begann 1960 im Deutschland-Ressort, ging dann drei Jahre später als Korrespondent des Nachrichtenmagazins nach Paris. Als Leiter des Auslandsressorts kehrte er zurück und führte das Ressort 25 Jahre lang, bis er 1991 neue Aufgaben im Haus übernahm. Er wurde Herausgeber von SPIEGEL SPECIAL, dann stellvertretender Chefredakteur des SPIEGEL. Nach Abgabe dieses Postens Ende 1998 leitete er das SPIEGEL-Projekt "Jahrhundertchronik". Auch als Ruheständler schreibt er Reportagen und Essays für das Blatt. Außerdem lehrt Dieter Wild Nachrichtenmagazin-Journalismus an der Universität Leipzig.
Uwe Zimmer ist seit 2001 Chefredakteur der NEUEN WESTFÄLISCHEN (Bielefeld) und war von 1987 bis 2000 Chefredakteur der ABENDZEITUNG (München und Nürnberg). Nach einem Studium der Germanistik, Politischen Wissenschaften und Philosophie in Frankfurt, München und Marburg mit Staatsexamen in Deutsch und Sozialkunde wurde er 1971 zum Dr. phil. promoviert. Er volontierte dann beim Berliner TAGESSPIEGEL, wo er zuletzt als Rathaus-Reporter arbeitete. Anschließend war er Redakteur beim SPIEGEL (1974 bis 1978) im Bereich Bildungspolitik und als Korrespondent in Bonn. Von 1978 bis 1986 leitete er beim STERN die Büros Bonn und Washington und zuletzt das Ressort Ausland. Nach einem Wechsel zum Axel-Springer-Verlag war Uwe Zimmer von 1986 bis 1987 Stellvertretender Chefredakteur der Entwicklungsredaktion.