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Ralf Wetzel
Eine Widerspenstige und keine Zähmung
Systemtheoretische Beiträge zu einer Theorie der Behinderung
erschienen März 2004 377 Seiten, Paperback
Carl-Auer Verlag | ISBN: 3896703315
| |  | 29.90 EUR |  | | |
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| VORWORT | öffnen |
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Geleitwort Üblicherweise ist man wenig geneigt, zuzugeben, dass ein Text, der einem vorgelegt wird, so interessant und so wichtig ist, dass man ihn am liebsten selbst geschrieben hätte. Mir geht es aber so mit diesem Buch: Es ist überaus interessant, und es ist wichtig. Denn das Thema, dem es gewidmet ist, hat sich bislang auf fast magisch anmutende Weise den Möglichkeiten moderner und modernster Theoriebildung entzogen. Behinderung (der eine Fokus dieses Buches) gilt weitgehend noch immer als...
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| KLAPPENTEXT | öffnen |
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Organisationen spielen in der modernen Gesellschaft eine immense Rolle. Man kann sich kaum eine soziale Aktivität vorstellen, die außerhalb ihres Einzugsbereiches stattfindet. Aber nicht nur ihre Präsenz ist unübersehbar, auch ihre Funktionen und Eigenarten. Organisationen regulieren die Zugänge des Menschen zu gesellschaftlichen Funktionsbereichen und entziehen sich gleichzeitig geschickt den mannigfaltigen Veränderungsversuchen, die an sie heran getragen werden. Nun hat die theoretische Besc... [weiter lesen] |
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| INHALTSVERZEICHNIS | öffnen |
Inhalt GELEITWORT 6 1 EINFÜHRUNG 8 TEIL 1:BEHINDERUNG UND GESELLSCHAFT 18 2 DER ERSTE BEOBACHTER: DIE WISSENSCHAFT 26 2.1 Von den defektologischen Anfängen bis zum Konstruktivismus 26 2.1.1 Anfänge der Pädagogisierung und des Medizinismus 26 2.1.2 Stigmatisierungs- und Marginalisierungstheorie 28 2.1.3 Historisierung und Disziplinierung 30 2.1.4 Konstruktivismus und Systemtheorie 31 2.2 State of the Art: Zur Kritik der aktuellen behinderungsbezogenen Forschung 33 2.2.1 Stichwort: Methodologischer Individualismus 36 2.2.2 Stichwort: Homogenität und Differenzierung 37 2.2.3 Stichwort: Reflexionsgrenzen 39 2.2.4 Stichwort: "Humanistischer Ideologismus"42 2.3 Grundzüge einer systemtheoretischen Alternative 43 2.3.1 Die Gesellschaft und der Mensch - Konsequenzen einer tektonischen Verschiebung ... 2.3.2 Die Rezeption des Körperlichen 58 2.3.3 Zusammenfassung 64 2.4 Behinderung systemtheoretisch - eine erste Annäherung 65 2.4.1 Behinderung und der Körper 66 2.4.2 Behinderung und Inklusion 71 2.4.3 Behinderung und Exklusion 80 2.4.4 Fazit 85 2.5 Gewinne und Probleme einer systemtheoretischen Analyse 86 3 DER ZWEITE BEOBACHTER: DIE "PROFESSIONALISIERTE PRAXIS"90 3.1 Logik und Codierung des Systems 90 3.2 Inklusions-/Exklusionswirkungen der Sozialen Hilfe 92 3.3 Zusammenfassung 94 4 DER DRITTE BEOBACHTER: DIE INTEGRATIONSBEWEGUNG 95 4.1 Ursprünge und Wirkungen der Integrationsbewegung 95 4.2 Integrationsbewegung als soziale Bewegung 97 4.3 Zusammenfassung 101 5 EIN GESELLSCHAFTLICHES FAZIT 102 5.1 Die Beobachter im Überblick 102 5.2 Wofür steht Integration und Integrationspädagogik?105 5.3 Zur weiteren begrifflichen Verwendung von Behinderung und Integration 109 TEIL 2:BEHINDERUNG UND ORGANISATION 111 6 FUNKTION UND FUNKTIONSWEISE VON ORGANISATION 114 6.1 Hintergründe einer Theorieentscheidung 114 6.1.1 Organisation und Gesellschaft 115 6.1.2 Organisation und Körper 118 6.1.3 Fazit 122 6.2 Organisation - systemtheoretisch 124 6.2.1 Entscheidung als organisationstypische Kommunikation 124 6.2.2 Mitgliedschaft 130 6.2.3 Formalisierung 132 6.2.4 Entscheidungsprämissen 133 6.2.5 Zusammenfassung 135 6.3 Die Gesellschaft der Organisation 136 6.3.1 Erreichbarkeit und Verhaltenssynchronisation 137 6.3.2 Regulation von Inklusion und Exklusion 137 6.3.3 Organisation als Interdependenzgenerator und -unterbrecher 140 6.3.4 Organisation als "Entscheidungsinstrument" der Gesellschaft 141 6.3.5... und vice versa: Gesellschaft als Voraussetzung von Organisation 142 6.4 Die Interaktion der Organisation 144 6.4.1 Spezifik der Interaktion 144 6.4.2 Interaktion in der Organisation 146 6.4.3 Strukturelle Kopplung von organisationalen Interaktionen und Organisation 150 6.5 Sinnstiftung in der Organisation 155 6.6 Zusammenfassung 165 7 DER BEHINDERTE KÖRPER IN DER ORGANISATION 166 7.1 Fokussierung und Verdrängung des Körpers in der Organisation 167 7.2 Thematisierung des Körpers in der Organisation 170 7.2.1 Begriff und Theorie des Mediums 170 7.2.2 Die Medien, der Körper und die Organisation 173 7.2.3 Folgen für den Umgang mit dem behinderten Körper 178 7.3 Der Körper in der Interaktion der Organisation 180 7.4 Zusammenfassung 182 7.5 Eine begriffliche Entwicklungslinie: Behinderung als Medium und Form 183 8 BEHINDERUNG IN DER KOPPLUNG BEWUSSTSEIN/ORGANISATION 189 8.1 Stigmatisierung als moralische Kommunikation 190 8.2 Der Ausgangspunkt: Belastung der Basaldifferenz Bewusstsein/Kommunikation 197 8.2.1 Belastung von Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung 201 8.2.2 Belastung von Binnenzeitsynchronisation 203 8.2.3 Belastung von Sinnverarbeitungsmöglichkeiten 205 8.2.4 Der behinderte Körper 208 8.2.5 Folgen für die Kommunikation 209 8.3 Spezifikation I: Interaktion 212 8.3.1 Person als Sender/Empfänger in der Interaktion 213 8.3.2 Person als Thema in der Interaktion 215 8.3.3 Indirekt-rekursive Deutung - Eine Illustration 219 8.3.4 Zusammenfassung 221 8.4 Spezifikation II: Organisation 222 8.4.1 Behinderung und Mitgliedschaft - Zur Differenz Person/Stelle 222 8.4.2 Behinderte Mitarbeiter in der organisationalen Interaktion 226 8.4.3 Reaktionspotenziale der Organisation 232 8.4.4 Kopplung Interaktion/Organisation: Komplexitätsregulation und ihre Grenzen 239 8.5 Bewusstsein und Mitgliedschaft 242 9 EIN ORGANISATIONALES FAZIT 245 TEIL 3:BEHINDERUNG UND INTERVENTION 249 10 STEUERUNGS- UND INTERVENTIONSTHEORETISCHE AUSGANGSLAGEN 254 10.1 Management als Kommunikation und Steuerung 256 10.1.1 Steuerung als Bearbeitung von Differenzen 257 10.1.2 Steuerung zwischen Absicht und Autopoiesis 260 10.1.3 Management als Steuerung 265 10.1.4 Die Differenz von Organisation und Funktionssystem 269 10.1.5 Fazit 272 10.2 Intervention 273 10.2.1 Intervention und Kommunikation 274 10.2.2 Intervention und Evolution 275 10.2.3 Die Autonomie der Systeme 276 10.2.4 Die Arithmetik der Systeme 280 10.2.5 Die konstitutive Asymmetrie der Beratung 283 10.3 Zusammenfassung 284 11 STEUERUNG: MANAGEMENT UND BEHINDERUNG 287 11.1 Wirtschaftsorganisationen 288 11.1.1 Zumutungsauslöser und -lokale 289 11.1.2 Zumutungsverstärker 292 11.1.3 Externe Zumutungsstrategien 293 11.1.4 Zumutungsbewältigung: die Aufgaben des Managements 294 11.2"Soziale" Organisationen 299 11.3 Der Sonderfall der Integrationsfirma 302 11.4 Management, Behinderung und Interaktion 304 11.5 Fazit 305 12 INTERVENTION: AMBITION UND STATUS DER INTEGRATIONSBERATUNG 308 12.1 Empirische Hintergründe und theoretische "Operationsstellen" der Integrationsber... 12.2 Grundprobleme der Integrationsberatung 317 12.2.1 Theoretische Naivität 319 12.2.2 Legitimität und Probleme mit der Problemlosigkeit 320 12.2.3 Prozessoffenheit 326 12.3 Selbstintervention bzw. Umsteuerung als Lösung des Asymmetrieproblems?328 12.4 Fazit 331 13 EIN INTERVENTIONALES FAZIT 334 14 EINE ABSCHLIEßENDE VERDICHTUNG 338 LITERATUR 346
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