Vorwort
In der Reihe Aspekte der Medizinphilosophie sollen Vertreter unterschiedlicher wissenschaftlicher Richtungen zu Wort kommen, die den Verknüpfungen medizinischer Fragestellungen mit unserem Alltag, unserem Denken und unserer Kultur nachgehen. Unser Ziel ist eine Erweiterung der Fächergrenzen und -abgrenzungen, eine produktive Wechselwirkung der verschiedenen Betrachtungsweisen. Der Titel "Medizin-Philosophie" soll andeuten, dass die Medizin nicht zum reinen Untersuchungsobjekt geistes- und kulturwissenschaftlicher Analyse gemacht werden soll, vielmehr soll der Raum zwischen den Fächern gleichberechtigt erhellt werden, da wir der Ansicht sind, dass gerade in diesen "Zwischenräumen" die eigentlich wichtigen Vernetzungen stattfinden. Wir wenden uns damit weder gegen medizinisch-naturwissenschaftliche oder medizinhistorische Betrachtungsweisen, noch gegen das Verständnis der Medizinphilosophie als "alternative Medizin" - doch wir nehmen uns heraus, diesen überaus gut bearbeiteten Gebieten auf unseren Veranstaltungen und in unseren Publikationen nicht das Hauptaugenmerk zu schenken.
Mit unseren Veranstaltungen wollen wir einen Raum eröffnen, in dem Vertreter der Medizin, der Psychologie, der Psychoanalyse und der im weitesten Sinne geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer in einen inter- und transdisziplinären Dialog eintreten können. Die ausgearbeiteten Vorträge der Symposien bilden die Grundlage für die Sammelbände dieser Reihe. Diese werden um weitere Beiträge ergänzt, die weitere Aspekte und Facetten des Tagungsgegenstandes erhellen.
Die Grundlage dieses Bandes bilden die Vorträge auf dem Symposium zum Thema "Fremdkörper", das im Herbst 2007 in Kooperation mit dem Institut für Philosophie der Universität Karlsruhe (TH) stattgefunden hat.
Weitere aktuelle Informationen zur Reihe und unseren Veranstaltungen finden Sie auf unserer Webseite unter: www.medizin-philosophie.de