Warenkorb anzeigen
 
 
im Gesamtkatalog   nur in Sprachwissenschaft > Romanische Sprachwissenschaft
   
 
     
  Architektur
Bau- & Umwelttechnik
Belletristik
Betriebswirtschaft
Biologie
Briefe, Bewerbung, Rhetorik
Chemie
Entspannung & Meditation
Esoterik & Anthroposophie
Essen und Trinken
Fitness, Aerobic, Bodybuilding, Gymnastik
Garten, Pflanzen, Natur
Geowissenschaften
Geschenkbücher
Geschichte
Gesundheit, Körperpflege
Heimwerken
Hobby, Freizeit, Natur
Informatik & EDV
Innenarchitektur & Design
Journalistik & Presse
Kinder- & Jugendliteratur
Kunst
Lebensführung
Literaturwissenschaft
Lyrik, Dramatik, Essays
Management
Mathematik
Mechanik & Akustik
Medien & Kommunikation
Medizin & Pharmazie
Musik
Nachschlagewerke
Naturmedizin & Homöopathie
Naturwissenschaft & Technik
Partnerschaft, Beziehungen
Pädagogik
Philosophie
Physik & Astronomie
Politik, Gesellschaft, Arbeit
Psychologie
Recht
Reise
Religion
Romane, Erzählungen & Anthologien
Sachbuch / Ratgeber
Schule & Lernen
Soziologie
Sport
Sprachwissenschaft
Steuern
Technik
Theater, Ballett & Film
Tiere
Tiermedizin
Umwelt, Land- & Forstwirtschaft
Verlagswesen, Buchhandel, Bibliothekswesen
Völkerkunde & Volkskunde
Werbung & Marketing
Wirtschaft
 
 
 

Design, Architektur & bildende Kunst
Aktuelle Buchempfehlungen

 
   
 
 
   
Buchcover Titelblatt Vorwort Klappentext Inhaltsverzeichnis Autor 
 

 


vergrössern
Weiterempfehlen
Italienischunterricht im 21. Jahrhundert
Neu   34.90 EUR   In den Warenkorb

 
 
 

Vorwort

Die Bedeutung des Italienischen als europäische Kultursprache in Geschichte und Gegenwart ist unbestritten. Doch auch in wirtschaftlicher Sicht stellt Italien noch heute nach Frankreich den für Deutschland zweitbedeutendsten romanischen Sprachraum dar, wie aus den Außenhandelsbilanzen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2007 hervorgeht (hier liegt das mit Italien erzielte Handelsvolumen sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten über dem der Summe der hispanophonen Gebiete einschließlich Spaniens, vgl. www.destatis.de). Der Italienischunterricht in der Bundesrepublik Deutschland hat in den letzten Jahren eine entsprechend erfreuliche Entwicklung genommen; sie müsste allerdings, vor dem Hintergrund der oben genannten Bedeutung der italienischen Sprache, durch eine verstärkte Reflexion in den Bereichen Sprachlehrforschung und Fachdidaktik gestützt werden.

Der vorliegende Band möchte einen kleinen Beitrag zur Entwicklung einer im Grunde noch immer zu konstituierenden Sprachlehrforschung/Fachdidaktik des Italienischen leisten. Exemplarisch werden in diesem Band einige Diskussions- und Arbeitsfelder der jüngeren Fremdsprachendidaktik mit besonderer Bezugnahme auf das Italienische erschlossen. Solche zentralen Arbeitsgebiete sind u.a. die Sprachenpolitik, die Mehrsprachigkeitsdidaktik, Medienpädagogik und Mediendidaktik, der Literaturunterricht sowie die Didaktik der Kulturwissenschaften. Ihnen werden im vorliegenden Band, der auch einen einführenden Forschungsbericht und eine kritische Sichtung von den durch die einzelnen Bundesländer vorgelegten Unterrichtsmaterialien enthält, jeweils ein oder mehrere Kapitel gewidmet.

Zur Fundierung der Disziplin erfolgt zum einen ein Überblick über die Verbreitung des Italienischen an den Schulen der Bundesrepublik Deutschland, zum anderen ein Forschungsbericht über Sprachlehrforschung und Didaktik der italienischen Sprache und Literatur, welcher in den weiteren Kontext der Angewandten Linguistik eingebettet wird.

Ein konstituierendes Merkmal des italienischen Sprachunterrichts ist die Tatsache, dass das Fach im Allgemeinen als dritte oder gar vierte Fremdsprache in den Sprachlernbiographien der Schülerinnen und Schüler auftritt, Rückgriffe auf die vorgelernten Sprachen also unvermeidlich und sinnvoll sind. Daher versucht der dritte Beitrag eine Situierung des Italienischen in einer Mehrsprachigkeitsdidaktik, indem er neben grundlegenden theoretischen Ansätzen u.a. empirische Daten zur von Gymnasiasten wahrgenommenen Interaktion ihrer verschiedenen Sprachen vorstellt.

Ein wichtiges fächerübergreifendes Bildungsziel dieser Jahre ist die Medienerziehung. Diese gliedert sich u.a. in die kritische Analyse von Medien wie auch in die Hinführung zu einem kompetenten Umgang gerade mit den digitalen Medien auf. Beide Aspekte berücksichtigt der vierte Aufsatz des Bandes, der nach einer landeswissenschaftlichen Grundlegung zur Situation der Presse in Italien einen Unterrichtsvorschlag zum Vergleich von italienischen Print- und Online-Tageszeitungen vorlegt.

In Zeiten der wichtigen und unbestrittenen Kompetenz- und Fertigkeitsorientierung des Fremdsprachenunterrichts dürfen gerade am Gymnasium - und Italienisch ist nun einmal primär ein Fach des Gymnasiums, häufig sogar der traditionell als wissenschaftspropädeutisch konzipierten gymnasialen Oberstufe - auch literarische Inhalte nicht in Vergessenheit geraten. Dabei sollte, sowohl aus motivationalen Gründen als auch im Sinne einer Orientierung an der Bezugswissenschaft eine Anknüpfung gerade auch an deren jüngere Arbeitsfelder erfolgen. Ein solches sind im Falle der Literaturwissenschaft Fragen der Intermedialität. Der folgende Aufsatz untersucht daher, inwieweit die Interaktion von Literatur und Photographie in den Literaturunterricht integriert werden kann.

Der nächste Beitrag bewegt sich in einem Spannungsfeld, das Literatur- und Mediendidaktik interagieren lässt, indem er die von der fachdidaktischen Diskussion bisher weitgehend vernachlässigte, verhältnismäßig neue Gattung der Hörbücher für den fremdsprachlichen Literaturunterricht erschließt. Dabei wird deutlich, dass das Hörbuch schon jetzt Möglichkeiten bietet, auch auf Texte der klassischen italienischen Literaturtradition in motivierender und, so intendiert, gleichzeitig fertigkeitsschulender Weise zurückzugreifen.

Ein grundlegendes Diskussionsfeld der jüngeren geisteswissenschaftlichen Debatte ist die Ausrichtung an den so genannten Kulturwissenschaften. In diesem Rahmen kommt wiederum der Beschäftigung mit Erinnerungskulturen eine besondere Bedeutung zu. Hier hat Italien, nach Frankreich und noch vor Deutschland, im Werk von Mario Isnenghi einen grundlegenden Beitrag zu seinen nationalen Erinnerungsorten erhalten. Wiederum im Sinne einer Orientierung an den Bezugswissenschaften leistet der siebte Aufsatz eine Aufarbeitung der kulturwissenschaftlichen Beiträge im genannten Gebiet, erschließt deren fachdidaktische Implikationen, untersucht dann, inwieweit italienische Erinnerungsorte in neueren Lehrwerken des Italienischen als Fremdsprache bereits berücksichtigt werden und gibt weiterführende Anregungen für eine Beschäftigung mit italienischen qua europäischen Erinnerungsorten in der gymnasialen Oberstufe.

Der abschließende Beitrag nimmt eine kritische Bestandsaufnahme und Untersuchung der seit den achtziger Jahren von den verschiedenen Staats- und Landesinstituten vorgelegten Handreichungen zum Italienischunterricht vor. In der Summe ergibt sich ein beachtliches Korpus, das gerade angehenden Italienischlehrerinnen und -lehrern interessante Hilfestellungen und Anregungen geben dürfte.

Es handelt sich um überarbeitete Beiträge, die, zumeist in gekürzter Form, an verschiedenen Orten erschienen sind, gerade auch in der Zeitschrift Italienisch. Die meisten Aufsätze wurden insbesondere in bibliographischer Hinsicht aktualisiert, der einleitende Forschungsbericht erheblich erweitert. Die umfangreichen Erhebungen zur Situation des Italienischunterrichts bei den Kultusministerien der Länder und die Befragung der Schülerinnen und Schüler im mehrsprachigkeitsdidaktischen Aufsatz indes wurden nicht erneut durchgeführt; neben dem erheblichen Mehraufwand, den das auch für Dritte bei der Neuveröffentlichung bedeutet hätte, lässt sich diese Entscheidung u.a. damit begründen, dass sich die Schullandschaft im Hinblick auf das Italienische seit 2003 zwar in Bezug auf die Schülerzahlen positiv, aber nicht grundlegend-strukturell verändert hat (die Einführung der spät beginnenden Fremdsprache gerade auch in den Flächenstaaten Bayern und Baden-Württemberg war bereits erfolgt) und dass die Einstellungen von Schülerinnen und Schülern zur Mehrsprachigkeit auch in ihrer seinerzeit erhobenen Form noch immer aufschlussreich sein dürften. Dennoch sind auch zu den genannten Bereichen neue Studien angezeigt und geplant.

Ich danke den Herausgebern der Reihe Romanische Sprachen und ihre Didaktik, Michael Frings und Andre Klump, für die Möglichkeit, an dieser Stelle eine Auswahl von Beiträgen aus den ersten fünfzehn Jahren meiner romanistischfachdidaktischen Reflexion vorlegen zu dürfen. Wenn ich diese Gelegenheit ergriffen habe, so geschah dies aus zwei Überlegungen: zum einen gelten heute für die meisten Veröffentlichungen in Zeitschriften und Sammelbänden verständliche räumliche Begrenzungen, nicht selten von fünfzehn, höchstens zwanzig Manuskriptseiten. Nun scheint es mir gerade im Fall weitgehend noch zu konstituierender Disziplinen wie der Sprachlehrforschung und der Fachdidaktik des Italienischen, in denen oft zunächst die Rückführung auf die Erkenntnisse verschiedener Bezugswissenschaften zu leisten ist, schwierig, einzelne Themengebiete im genannten Rahmen fundiert zu erschließen, sollten doch im Idealfall fachwissenschaftliche Grundlagen aufgearbeitet, didaktische Folgerungen gezogen, ggf. Erhebungen zum Status quo durchgeführt und (unterrichts-)methodische Anregungen gegeben werden. Daher danke ich Herausgebern und Verlag besonders, die Beiträge hier in ihrer ursprünglichen Originallänge bzw. in dem sich aus der Überarbeitung ergebenden neuen Umfang vorstellen zu dürfen. Zum anderen habe ich in den letzten Jahren in Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen an der Schule immer wieder festgestellt, dass selbst die einschlägige Fachzeitschrift Italienisch in vielen Schulbibliotheken nicht vorhanden ist, ganz zu schweigen von anderen Sammelbänden, in denen einige der hier vorgelegten Aufsätze ursprünglich erschienen sind. Auf der Grundlage dieser beiden Erwägungen habe ich mich zu einer gesammelten Veröffentlichung der Aufsätze entschlossen, in der Hoffnung, gerade auch angehende und jüngere Kolleginnen und Kollegen mit Anregungen für eine reflektierte Unterrichtspraxis, aber auch für weitere Forschungen versehen zu können.

Mein besonderer Dank gilt auch Valerie Lange vom ibidem-Verlag für die stets freundliche, geduldige und gewissenhafte redaktionelle Betreuung des Bandes sowie Helga Seiler für die kritische Durchsicht der Druckfahnen. Daneben möchte ich die Gelegenheit ergreifen, zumindest kurz all denen zu danken, ohne die es nie zu meiner romanistisch-fachdidaktischen Betätigung gekommen wäre: neben meiner Familie, allen Freunden, Bekannten und Kollegen (wobei jeweils, wie im gesamten Band, die feminine Form impliziert ist), sei hier gerade auch jener Personengruppe gedankt, die mich, vielleicht ohne es zu wissen oder zu intendieren, zu der dieses Buch begründenden italianistisch-didaktischen Reflexion hingeführt hat, namentlich meinen italianistischen Lehrern an Schule und Hochschule. Insofern danke ich an dieser Stelle ganz besonders (in der Reihenfolge ihres Auftretens in meiner Sprachlern- bzw. Studienbiographie): OStRin Dr. Annelie Maidhof, StD Udo Schmitt, Prof. Dr. Martha Kleinhans, Prof. Dr. Wilhelm Pötters, Prof. Dr. Thorsten Greiner und Prof. Dr. Richard Schwaderer.

Würzburg, im Dezember 2008


 
   


Newsletter bestellen


 
    Titelempfehlungen aus dem Sachgebiet Romanische Sprachwissenschaft:
 
       
Reinschauen  

Mehrsprachige Schriftpraktiken in Frankreich
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Sprachführer Spanisch für MP3-Player
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Italienische Sprachwissenschaft
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Französische Sprachwissenschaft
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Romanische Sprachwissenschaft
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Histoire noire
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Latein für Romanisten
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Literaturwissenschaft für Italianisten
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Vom Vulgärlatein zu den romanischen Einzelsprachen
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Hispanistik
Reinschauen  

 
   
Reinschauen  

Al lavoro!
Reinschauen  

 
   
 
    Weitere relevante Titel in Sprachwissenschaft:
 
       
Reinschauen  

Die Griffelglossierung in Freisinger Handschriften des frühen 9. Jahrhunderts
Reinschauen  

 
   
Weitere relevante Titel anzeigen im Sachgebiet Sprachwissenschaft  
   

 
 
 
Einkaufen so komfortabel wie in der Buchhandlung: blättern und lesen im Buch vor dem Kauf. Bestellen Sie bei Gefallen das gewünschte Buch über den Onlineshop.
 
© 2000 - 2012  www.DeutschesFachbuch.de