VORWORT
Im Winter in die Sonne. Das ist kein neuer Trend, sondern für viele Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits gute Gewohnheit geworden. Mehr als eine halbe Million deutschsprachiger Urlauber verbringen Jeden Winter wenigstens zwei Monate im sonnigen Süden, mehr als vier Millionen Zentraleuropäer sind von November bis Ende März wenigstens zwei Wochen in Südeuropa. Jahr für Jahr tragen sich allein in Deutschland rund 50.000 Senioren mit dem Gedanken, ganz in die sonnigen Gefilde rund ums Mittelmeer oder auf die Kanaren überzusiedeln. Und immer mehr von ihnen setzen, einer Studie einer großen Bausparkasse zufolge, diesen Plan in die Tat um.
Auf der Beliebtheitsskala der klassischen Überwinterungsziele führen zwar nach wie vor Spanien und Italien. Doch andere Länder holen rasch auf. Günstigere Lebenshaltungskosten, niedrigere Immobilienpreise, oder auch eine erheblich verbesserte medizinische Versorgung durch neue Kliniken und die Anwerbung von Fachärzten mit internationalem Ruf haben zahlreichen anderen Ländern rund um das Mittelmeer in jüngster Zeit einen stetigen Zulauf von Langzeiturlaubern im Winterhalbjahr beschert. Tunesien beispielsweise empfiehlt sich inzwischen als Reiseziel für Kururlaube, Malta besitzt eine der fortschrittlichsten Kliniken in Südwesteuropa. In Griechenland, Zypern und der Türkei sind Immobilien besonders preisgünstig zu erwerben.
Mit der Nachfrage nach Überwinterungszielen ist in den vergangenen Jahren auch das Angebot stetig gestiegen. Dadurch sind zwar die Preise zum Teil drastisch gefallen, zugleich aber ist der Markt sehr unübersichtlich geworden. Seit sich immer mehr Regionen als Ferienziel für den winterlichen Langzeiturlaub in warmen Mittelmeergefilden empfehlen, wird es für Reisende immer schwieriger, zu entscheiden, welches Land, und darin welches Gebiet, für sie tatsächlich geeignet ist.
Wie Ihnen dieses Buch hilft
Dieses Buch will vor allem Menschen, die im Winterhalbjahr für zwei, drei Monate in die Wärme flüchten wollen, als Ratgeber mit hilfreichen Tips die Entscheidung erleichtern. Dienlich ist es aber natürlich auch für Kurzurlauber, die nur wenige Wochen Zeit haben und dafür etwas Passendes für sich suchen.
Die Planungsphase: »Planen & Buchen«
Ausführlich werden die Vor- und Nachteile von pauschal und individuell geplanten Langzeiturlauben erörtert. Selbst das Haustier findet hier Berücksichtigung! Eine Liste der Pauschalreiseanbieter hilft bei der Zielauswahl. Denjenigen, die ihre Reise individuell organisieren wollen, stehen wertvolle Tips für die Anreise mit Flugzeug oder dem eigenen Auto zur Seite.
Geld, Papierkram und Abreise-Checklisten: »Vorbereiten & Abreisen«
Praktische Informationen helfen bei der Reisevorbereitung: Wie läßt sich die finanzielle Belastung so gering wie möglich halten? Welche Versicherungen benötigen Langzeiturlauber? Was sollten Reisende mit chronischen Krankheiten beachten? Wie können Wohnung oder Haus gegen Einbrecher gesichert werden?
Verhalten In Alltag und Notfall: » Sicherheit vor Ort«
Langzeiturlaub bietet viel Gelegenheit, sich mit dem Gastland einmal etwas intensiver auseinanderzusetzen. Er kann gerade bei »Reise-Laien« aber auch einen Kulturschock auslösen. Um dies zu vermeiden, gibt es in diesem Abschnitt Hinweise zum Verhalten in der Fremde, zu Eß- und Trinkgewohnheiten, Sprache und Verständigungsproblemen sowie schließlich zu allen Spielarten von Notfällen.
Darüber hinaus finden Sie in diesem Abschnitt wertvolle Informationen darüber, wie Sie vor Ort einen Wagen mieten und Haus oder Wohnung erwerben können. Besonders die Tips zu »Time Sharing« werden viele interessieren.
Die Länder rund ums Mittelmeer und mehr
Fundierte Informationen zu den klassischen Überwinterungsländern: Portugal mit Madeira, Spanien mit den Balearen und den Kanaren, Italien, Griechenland, Türkei sowie die großen Inseln Malta und Zypern. Zu den weniger typischen Winter-Destinationen in Südfrankreich sowie die vom Golfstrom begünstigten Kanalinseln, dem einst so beliebten Kroatien und jenen in Nordafrika (Marokko, Tunesien, Ägypten) wird ein kurzer Überblick geliefert, der Ihnen zur Anregung dient. Weiterführende Informationen erhalten Sie bei den Fremdenverkehrsämtern und in Reiseführern.
Die Länderbeschreibungen sind im wesentlichen stets gleich aufgebaut:
Die Landeskunde informiert über geographische Gliederung und das Klima, die Geschichte über Kultur und Sehenswürdigkeiten. Diese Informationen sollen Ihnen helfen, ein Gefühl für das Land zu entwickeln, sie ersetzen selbstverständlich keinen Reiseführer. Die Klimatabellen geben zumeist den Tageshöchst- und nächtlichen Tiefstwert an, Sonnenstunden pro Tag, Regentage im Monat sowie die Niederschlagsmengen in mm. Anhand der Kurven können Sie sehen, wie weit die Werte von einander abweichen. Auf Seite 314 finden Sie zum Vergleich die Durchschnittswerte von Frankfurt a.M., Wien und Genf.
Den Einreisebstimmungen mit Hinweisen zu Haustier-Mitnahme, Sprache und Zeitzone folgen Adressen von Botschaften und Informationsstellen.
Ihre Überlegungen zu Anreise und Weiterreise vor Ort unterstützen die folgenden Abschnitte: Preisniveau bei pauschal oder individueller Anreise, mit Flug, Zug, Bus oder dem Auto reisen, Verkehrshinweise und anderes mehr. Für Inselziele - von Sardinien, Sizilien, über die griechischen Inseln bis hin zu Malta und Zypern - werden zudem die gängigen Fährverbindungen und die Adressen der Schiffahrtslinien genannt, damit Sie problemlos planen und buchen können.
Unterkunft & Wohnen verschafft Ihnen auch zu diesem Thema einen Überblick über Preisniveau und Möglichkeiten des Grunderwerbs.
Das leibliche Wohl interessiert alle: Küche, Getränke aber auch Sicherheit und Gesundheit. Wie steht's mit der medizinischen Versorgung vor Ort? Welche Medikamente gibt es? Wie sind die Reisemöglichkeiten für Rollstuhlfahrer und was ist sonst zu beachten?
Und schließlich: Wissenswertes rund ums Geld. Wieviel ist mein Geld wert vor Ort?
Wechselkurs und Zahlungsmittel werden genannt. Das Thema Post und Telefon ist gerade für Langzeiturlauber wichtig, da sie auf die reibungslose Kommunikation mit zu Hause angewiesen sind. Daher finden Sie hier sogar Angaben zum Mobiltelefon.
Alles In allem
... finden Sie in diesem Buch einen versierten Ratgeber, der Ihnen zwar nicht die Entscheidung abnehmen kann, wo Sie Ihren Urlaub verbringen, der Ihnen aber sicher die Auswahl erleichtern wird. Bon Voyage!
RICHARD HAIMANN
im Oktober 2000
PS: Noch eine Anmerkung: Alle Informationen sind gewissenhaft zusammengetragen worden. Doch kaum etwas ist so schnell Veränderungen unterworfen wie Preise und staatliche Regulanen. Deshalb: Informieren Sie sich vor Antritt Ihrer Reise über die aktuellen Bestimmungen, und holen Sie Preisvergleiche ein. Dies gilt sowohl für Pauschalreisen, Hotel- und Lebenshaltungskosten als auch Immobilienangebote.
Haben Sie noch weitere Tips und Anregungen? Adressen zu Österreich und Schweiz? Dann schreiben Sie mir bitte an die Verlagsadresse, den Absender bitte deutlich in Großdruckbuchstaben auf Ihrem Schreiben vermerken. Verwertbare Informationen honoriert der Verlag mit einem Produkt aus seinem Programm.