Zu den Autoren
Friedrich Balke, Dr. phil. habil., wissenschaftlicher Geschäftsführer des Kulturwissenschaftlichen Forschungskollegs "Medien und kulturelle Kommunikation" an der Universität zu Köln und Leiter des Teilprojekts "Die Disziplinierung des Bildes: Imagination und politische Ordnung". Arbeitsschwerpunkte: Grenzfragen von Literatur und (insbesondere politischer) Philosophie, Übertragung/Adressierung, Geschichte der Infamie. Publikationen u. a.: Der Staat nach seinem Ende. Die Versuchung Carl Schmitts. München 1996; Gilles Deleuze. Frankfurt am Main, New York 1998; From a biopolitical point of vie Nietzsche's Philosophy of Crime. In: Cardozo Law Review 24 (2003); 2007 erscheint seine Habilitationsschrift Figuren und Figurationen der Souveränität.
Georges Didi-Huberman, geboren 1953 in Saint-Etienne, Philosoph und Kunsthistoriker, lehrt an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (Paris). Aufenthalte in Rom (Académie de France), Florenz (Villa I Tatti-Harvard University Center for Italian Renaissance Studies), London (Institute of Advanced Study, Warburg Institute), Lehrtätigkeit an internationalen Universitäten (John Hopkins, Northwestern, Berkeley, Courtauld Institute, Berlin). Er erhielt den Hans-Reimer-Preis der Aby-Warburg-Stiftung, Hamburg. Kurator verschiedener Ausstellungen, darunter "L'Empreinte", Centre Georges Pompidou, Paris 1997, und "Fables du lieu", Studio national des Arts contemporains, Tourcoing 2001. Publikation zahlreicher Werke über Geschichte und Theorie der Bilder, darunter zuletzt: Ouvrir Vénus. Nudité, rêve, cruauté ( 1999); Devant le temps. Histoire de l'art et anachronisme des images (2000); L'image survivante. Histoire de l'art et temps des fantômes selon Aby Warburg (2002); Ninfa Moderna. Essai sur le drapé tombé (2002); Images malgré tout (2003); Mouvements de l'air: Etienne-Jules Marey, photographe des fluides (2004); Gestes d'air et de pierre. Corps, parole, souffle, image (2005).
Axel Doßmann, Dr. phil., geboren 1968, Historiker, Publizist in Berlin und freier Mitarbeiter für die Geschichtswerkstatt Europa und EUSTORY. Publikationen u. a.: Architektur auf Zeit. Baracken, Pavillons, Container (zus. mit Kai Wenzel und Jan Wenzel). Berlin 2006; Robert Raphael Geis. Ein Rabbiner und seine Familie in Deutschland, Radio-Feature, SWR 2006; Autobahn Ost, Dokumentarfilm 2004 (Regie und Co-Autor: Gerd Kroske); Begrenzte Mobilität. Eine Kulturgeschichte der Autobahnen in der DDR. Essen 2003.
Harun Farocki, geboren 1944 in Novy Jicin/Neutitschein (Mähren), seit 1966 über neunzig Produktionen für Kino, Fernsehen, Kunsträume, u.a. Nicht löschbares Feuer (1969), Bilder der Welt und Inschrift des Krieges (1988), Ich glaubte Gefangene zu sehen (2000), Auge / Maschine l-III (2001 - 2003). 1974 -1984 Autor und Redakteur der Zeitschrift Filmkritik; zur Zeit Gastprofessor an der Akademie der bildenden Künste, Wien. Publikationen: Von Godard sprechen (zus. mit Kaja Silverman). Berlin 1998 (Nachdruck: Berlin, New York 2002); Kino wie noch nie (zus. mit Antje Ehmann). Wien 2006 (Ausstellung: 2006 Generali Foundation, Wien, und 2007 Akademie der Künste, Berlin).
Ralph Gabriel, Dipl.-Ing., Architekt, promoviert über Architekten des SS-Bauwesens; freiberufliche Tätigkeiten als Architekt und im Verlagswesen. Forschungsschwerpunkte in den Bereichen KZ-Geschichte (Architektur- und Baugeschichte) und Rechtsextremismus in Ostdeutschland; Mitarbeit an Ausstellungsprojekten in der Gedenkstätte Sachsenhausen, Oranienburg; Lehrbeauftragter am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin zu gegenwärtigen Formen des Rechtsextremismus. Publikationen u. a.: Lagersystem und Repräsentation. Interdisziplinäre Studien zur Geschichte der Konzentrationslager (zus. mit E. Mailänder Koslov, M. Neuhofer, E. Rieger). Tübingen 2004.
Gerald Hartung, Dr. phil., geboren 1963, Privatdozent für Philosophie an der Universität Leipzig, derzeit Gast-Professor am Max-Weber-Ko!leg der Universität Erfurt. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Politischen Philosophie, Philosophische Anthropologie und Kulturphilosophie. Publikationen u. a.: Die Naturrechtsdebatte. Geschichte der Obligatio vom 17. bis 20. Jahrhundert. Freiburg/Br. 1998 (2. Auflage, Studienausgabe: Freiburg/Br. 1999); Das Maß des Menschen. Aporien der philosophischen Anthropologie und ihre Auflösung in der Kulturphilosophie Ernst Cassirers. Weilerswist 2003.
Christa Kamleithner, Studium der Architektur und der Philosophie in Wien; 2000-2004 Autorin und Redakteurin bei dérive - Zeitschrift für Stadtforschung; seit 2001 Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur; 2004/05 wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der TU Graz; seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste Berlin, Fachbereich Kunst- und Kulturgeschichte im Studiengang Architektur. Publikationen u. a.: Ästhetik der Agglomeration (zus. mit Susanne Hauser). Wuppertal 2006.
Elissa Mailänder Koslov, M. Phil., Doktorandin an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Paris, und der Universität Erfurt, Dissertationsprojekt: "Die SS-Aufseherinnen von Lublin-Majdanek (1942-1944). Gewalt im Dienstalltag"; Stipendiatin der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Publikationen u. a.: Lagersystem und Repräsentation. Interdisziplinäre Studien zur Geschichte der Konzentrationslager (zus. mit R. Gabriel, M. Neuhofer, E. Rieger). Tübingen 2004; "Weil es einer Wienerin gar nicht liegt, so brutal zu sein ...". Frauenbilder im Wiener Volksgerichtsverfahren gegen eine österreichische KZ-Aufseherin (19461949). In: Zeitgeschichte. 32 (2005) 3, S. 128-150; Der Düsseldorfer Majdanek-Prozeß (1975-1981): Ein Wettlauf mit der Zeit? In: Beiträge zur nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland. (2005) 9, S. 74-88.
Maria Muhle schreibt an einer bi-nationalen Doktorarbeit zu Bio-Politik und Lebensbegriff bei Michel Foucault und Georges Canguilhem (Universität Paris 8 / Saint-Denis und Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder). Studium der Philosophie und Politikwissenschaften in Madrid und Paris. Publikationen u. a.: Equality and Public realm according to Hannah Arendt. In: Continuous Project No. 8. New York 2006; II monstruo e la biopolitica. In: Lessico biopolitico. Rom 2006; Biopolitique et pouvoir souverain. In: Lignes. Paris 2002.
Roberto Nigro, Dr. phil. , geboren 1971, ist Forscher am Eikones Zentrum, NFS Bildkritik, Universität Basel. Er hat an der American University of Paris, Harvard University, und in Bari unterrichtet und in Frankfurt am Main, Paris und Berlin studiert. Publikationen u. a.: De la guerre à l'art de gouverner: un tournant théorique dans l'œuvre de Foucault? In: Labyrinthe. 21 (2005); Spiele der Wahrheit und des Selbst zwischen Macht und Wissen. In: Klaus W. Hempfer, Anita Traninger (Hg.), Macht - Wissen - Wahrheit. Freiburg 2005; Experiences of the Self between Limit, Transgression and the Explosion of the Dialectical System: Foucault as Reader of Bataille and Blanchot. In: Philosophy & Social Criticism, 31 (2005) 6.
Wolfgang Pircher, Assistenzprofessor am Institut für Philosophie der Universität Wien; Kurator von Ausstellungen, u.a. "Wunderblock. Eine Geschichte der modernen Seele", Wien 1989; "Sozialmaschine-Geld",Linz 1999. Publikationen u.a.: Wolfgang Pircher (Hg.), Gegen den Ausnahmezustand. Zur Kritik an Carl Schmitt. Wien, New York 1999; Die Haut des Kriegers. In: Ursula Renner, Manfred Schneider (Hg.), Häutung - kulturwissenschaftliche Lesarten des Marsyas-Mythos. München 2006, S. 4771.
Ralf Rother lebt als freier Schriftsteller und Philosoph in Wien. Publikationen u.a.: Wie die Entscheidung lesen? Zu Platon, Heidegger und Carl Schmitt. Wien 1993; Beschneidungen - Exilierungen. Das Politische und die Juden. Wien 1995; Bei Nacht: Europa. Zur Philosophie einer Topologie. Wien 1999; Die Gesetze des Vaters: Hans und Otto Gross, Sigmund Freud und Franz Kafka (zus. mit Gerhard Dienes). Wien 2003; Gewalt und Strafe. Dekonstruktionen zum Recht auf Gewalt. Würzburg 2007.
Ludger Schwarte, Assistenzprofessor für "Theorie der Bilder", lehrt Philosophie an der Universität Basel; 1997 Promotion in Philosophie an der FU Berlin. Publikationen u.a.: Die Regeln der Intuition, Kunstphilosophie nach Adorno, Heidegger und Wittgenstein. München 2000; Experiment und Ereignis. Zum Spielraum möglicher Handlung unter der Bedingung des Naturgesetzes. In: Dialektik. Zeitschrift für Kulturphilosophie. 2 (2003), S. 105-124; Die Anatomie des Hirns als Instrumentalisierung der Vernunft. In: Helmar Schramm u. a. (Hg.), Instrumente in Kunst und Wissenschaft. Zur Architektonik kultureller Grenzen im 17. Jahrhundert. Berlin 2006; Angemessenes Unrecht - gerechter Zufall: Modelle rechtlicher Performanz. In: Paragrana. Bd. 15.1. Berlin 2006, S. 135-150.
Franziska Thun-Hohenstein, Dr. phil., Slawistin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin; Leiterin des Projektes "Intensität. Wirkungskonzepte in religiösen und ästhetischen Diskursen der Moderne". Arbeitsschwerpunkte: Russische Literatur- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts; Gedächtniskultur und literarische Autobiographik. Publikationen u. a.: Chronotopoi der "Lagerzivilisation" in der russischen Erinnerungsliteratur. In: W. St. Kissel, F. Thun-Hohenstein (Hg.), Exklusion. Figuren der Ausgrenzung in der polnischen und russischen Kultur des 20. Jahrhunderts. München 2006, S. 181 -200; "Gebrochene Linien". Autobiographisches Schreiben und Lagerzivilisation (im Druck).
Gerhard Vinken, Kunsthistoriker, lebt in Düsseldorf. Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Theorie der Architektur, der Denkmalpflege und des Städtebaus. 2003-2006 Vertretung der Professur Architekturtheorie und Kunstgeschichte an der RWTH Aachen; 2003 und 2006 Research Fellow am IFK Wien. Mitglied des von der DFG geförderten Forschungs-Netzwerks "Räume der Stadt". Demnächst erscheint seine Monographie Sonderzone Heimat. Altstadt im modernen Städtebau.
Jan Wenzel, geboren 1972, Publizist und Künstler, Mitherausgeber der Zeitschrift >spector cut+paste<, lebt in Leipzig. Ausstellungsbeteiligungen u. a.: "Common Property/Allgemeingut", 6. Werkleitz Biennale (zus. mit Anne König), Halle/Saale 2004; "Wildes Kapital" (zus. mit Anne König), Kunsthaus Dresden 2006. Publikationen u. a.: Heimat Moderne (zus. mit Katja Heinecke). Berlin 2006; Architektur auf Zeit. Baracken, Pavillons, Container (zus. mit Axel Doßmann und Kai Wenzel). Berlin 2006.
Kai Wenzel, Studium der Kunstgeschichte und Amerikanistik in Leipzig und Prag, 2004-2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas Leipzig (GWZO), derzeit Promotion am Kunsthistorischen Institut der Universität Leipzig. Arbeitsschwerpunkte und Publikationen zur mitteleuropäischen Architekturgeschichte der Frühen Neuzeit und Moderne, zur Kunst um 1800 und zur Kunst- und Kulturgeschichte Bönmens, Sachsens und der Oberlausitz. Publikationen u.a.: Architektur auf Zeit. Baracken, Pavillons, Container (zus. mit Axel Doßmann und Jan Wenzel). Berlin 2006.
Katherina Zakravsky, Dr. phil., freie Kulturtheoretikerin und Performance-Künstlerin, lebt und arbeitet in Wien. 2001 /02 Researcher Theory an der Jan van Eyck Academie (Maastricht/NL); Gastwissenschaftlerin 2005 am ZfL Berlin und 2006 am IFK Wien; seit 2005 Internationales Forschungsprojekt >camp-project<. Publikationen u. a.: Heilige, Gewänder. Analysen in Kunstwerken. Wien 1994; Politische Mythologie des letzten Krieges als Völkerrechtswissenschaft. In: Wolfgang Pircher (Hg.), Gegen den Ausnahmezustand. Zur Kritik an Carl Schmitt. Wien, New York 1999, S. 179 -200; Inmitten des Verlusts: Riegl und die Folgen. Das Beispiel Hans Sedlmayr. In: Michael Benedikt, Reinhold Knoll, Cornelius Zehetner (Hg.), Verdrängter Humanismus - verzögerte Aufklärung, Band V: Philosophie in Österreich 1920-1951. Wien 2006, S. 634 - 644.