Vorwort
»Ich arbeite nun bereits seit über 15 Jahren in der Pflege. Die ersten acht Jahre nur halbtags, denn da waren meine Kinder klein. Aber dann in Vollzeit. Ich weiß, dass sich viele Dinge geändert haben. Schüler kommen mit Begriffen, von denen ich in meiner Ausbildung nie etwas gehört hatte. Aber wissen Sie, wenn ich nach meiner Schicht nach Hause komme und dann den Haushalt erledigt habe - dann habe ich weder Kraft noch Muße, meine Nase in ein Buch zu stecken. Und an meinen freien Tagen, die ich oft erst nach zwölf Tagen Arbeit habe - nein, da geht einfach nichts mehr.«
So oder ähnlich erzählen es mir viele Pflegekräfte, mit denen ich ins Gespräch komme. Und so oder ähnlich habe auch ich es erlebt. Und es ging mir, wie es Oliver Otis Howard1 1867 so treffend formulierte: »Jedes Mal, wenn du alle Antworten gelernt hast, wechseln sie alle Fragen.«
Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen und deshalb passieren uns auch immer wieder Fehler. Die 100 häufigsten Fehler in der direkten Pflege und bei der Mitwirkung bei ärztlicher Therapie und Diagnostik habe ich hier für Sie aufgelistet. Sie lesen von alltäglichen Fehlern, wie sie jeder schon mal gemacht oder gesehen hat. Dazu finden Sie Tipps, wie Sie diese Fehler vermeiden können. Die entsprechenden Begründungen sollen Ihnen eine Hilfe sein, um die Tipps schnell und sicher umsetzen zu können. »Wer ein Warum hat, dem ist kein Wie zu schwer.«, sagte Friedrich Nietzsche. Dem kann ich mich nur anschließen.
Lesen Sie das Buch, wie Sie wollen:
Über konstruktive Rückmeldungen und entsprechende Ergänzungen freue ich mich. Sichelreuth, im Juli 2008 Dörte Hase