Vorwort
Fruktosemalabsorption
ist eine Störung, die mit einer ungenügenden Resorption des Einfachzuckers Fruktose einhergeht. Dabei gelangt Fruktose vermehrt in den Dickdarm und wird dort von Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren, Kohlendioxid und Wasserstoff verstoffwechselt. Bei etwa der Hälfte der betroffenen Patienten führt dies zu Darmkrämpfen, Blähungen oder Durchfällen. Patienten mit Fruktosemalabsorption zeigen nicht nur Symptome eines Reizdarmsyndroms, sondern häufig auch Zeichen einer Depression, eines Folsäure- oder Zinkmangels. Bei chronisch bestehender Fruktosemalabsorption kann es darüber hinaus zu einer bakteriellen Fehlbesiedelung des Dünndarmes kommen.
Fruktosemalabsorption ist von der selten vorkommenden, dafür aber um so bekannteren hereditären Fruktoseintoleranz streng abzugrenzen. Die hereditäre Fruktoseintoleranz (HFI) ist durch einen angeborenen Mangel an Fruktose-1-Phosphatat-Adolase (kurz Adolase B) gekennzeichnet. Die Fruktosemalabsorption kennzeichnet sich hingegen durch ein defektes Transportsystem für Fruktose im Dünndarm aus. Im Gegensatz zur Fruktosemalabsorption, bei deren Therapie eine lediglich fruktosearme Ernährung anzustreben ist, muss die Diät von Patienten mit HFI fruktosefrei sein.
WICHTIG!
Wichtiger Hinweis:
Die in diesem Buch angeführten Rezepte sind nur für Patienten mit Fruktosemalabsorption, nicht aber für Patienten mit hereditärer Fruktoseintoleranz (HFI) geeignet!