Offen über Geld zu sprechen ist in unseren Kulturkreisen meistens tabu. Die Stimme erhärtet sich, der Atem stockt, das Gesicht verzieht sich zur Maske. Geld mag Gesprächstoff sein für Ökonomen, die dessen Auswirkungen, aber nicht dessen Wesen besprechen.
Das Wesen des Geldes lässt sich kosmologisch und mythologisch untersuchen. Welche Symbole schmücken das Geld und was ist deren Aussage? Wie offenbaren sich Banken als Hüter des Geldes? Wie wird mit Geld umgegangen? Warum bewegt sich der Barometerstand des kollektiven Vertrauens oft unabhängig von den momentanen Wirtschaftsindikatoren? Was bedeutet der Spruch "Geld ist Energie"? Wie hat sich in der vergangenen Generation die Einstellung zum Geld gewandelt? Wie ist der Zusammenhang zwischen Ökonomie und Zeitqualität?
Solche Fragen untersucht Wolfgang Somary, alt-Privatbankier und Dichter, in einer bildhaften Weise und führt den Leser inspirativ durch die alchemischen Vorgänge des Geldes und des Wirtschaftens.
Der Leser kann das Buch nach Herzenslust aufschlagen, wo immer es ihm beliebt. Er ist an keine gedankliche Sequenz gebunden. Vielleicht wird ihm die Seite, die er gerade aufschlägt, zur Hilfe in einer momentanen Lebenslage.