Vorwort zur ersten Auflage
Diesem Buch liegt eine dreiteilige Gliederung zugrunde. Der erste Teil beschreibt die Theorie Dr. med. Wilhelm Schüßlers, dem Begründer der biochemischen Heilmethode.
Im zweiten Teil werden die speziellen Charakteristiken der biochemischen Funktionsmittel in ihrer praktischen Anwendung vorgestellt. Mit einer beispielhaften Darstellung der an die heutigen Bedürfnisse angepassten und erweiterten biochemischen Therapie endet das Buch.
Die beiden ersten Teile sind nicht als historischer Nachdruck konzipiert worden. Sie verfolgen im Wesentlichen den Zweck, zu dokumentieren, was der Begründer der biochemischen Therapie wirklich ausgesagt hat und in welcher Weise er seine Methode interpretierte. Das ist nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte durchaus nicht mehr selbstverständlich.
Die Texte Schüßlers sind größtenteils über hundert Jahre alt. Sie wurden, wo notwendig, unserem heutigen Sprachgebrauch angepasst, ohne die Bedeutungsinhalte der Begriffe zu verändern. Dadurch soll die Lesbarkeit seiner Schriften erleichtert werden. Das gleiche gilt für die Schreibweise mancher Worte.
Einige Erklärungen Schüßlers zu den physiologischen Vorgängen sind weggelassen worden, wenn sie veraltet oder überholt sind.
Soweit sie aber seine Schlussfolgerungen oder Gedankengänge belegen, wurden sie mit aufgeführt, auch wenn sie nicht mehr ganz zeitgemäß sind. Es kam dem Verfasser darauf an, ein getreues Bild Schüßlers zu zeichnen.
Manche Indikationen wurden gestrichen, weil die biochemische Behandlung nicht mehr dem neuesten Stand entspricht und sicherere Methoden am Platze sind. Das gilt besonders für die Infektionskrankheiten.
Wieweit die eine oder andere Indikation noch aktuell ist, möge der Leser selbst entscheiden; zumindest als unterstützende Methode ist manches noch brauchbar, denn die Biochemie besitzt den großen Vorzug einer risikolosen Therapie.
Das Literaturverzeichnis ist überwiegend auf die Schüßler'schen Schriften beschränkt und nennt darum keine späteren Ausgaben über die Biochemie.
München, März 1993
Joachim Broy