Es ist Sonntag, der 13. August 1961.
Um 1.11 Uhr unterbricht der Ost-Berliner Rundfunk seine "Melodien zur Nacht" für eine Sondermeldung:
"Die Regierungen der Warschauer Vertragsstaaten wenden sich an die Volkskammer und an die Regierung der DDR mit dem Vorschlag, an der Westberliner Grenze eine solche Ordnung einzuführen, durch die der Wühltätigkeit gegen die Länder des sozialistischen Lagers zuverlässig der Weg verlegt und rings um das ganze Gebiet Westberlins eine verläßliche Bewachung gewährleistet wird."
Diese geschraubte Erklärung bedeutet nichts anderes, als dass die Sektorengrenze geschlossen und West-Berlin abgeriegelt wird.
In Text, Bildern und Dokumenten beschreibt dieses Buch die Geschichte der Berliner Mauer: von den ersten Stacheldrahtbarrieren im August 1961 über die 3,60 Meter hohe "Mauer der 4. Generation" bis hin zu nicht mehr ausgeführten Planungen einer elektronisch gesicherten "High-Tech-Grenze"; von der Stimmung der Menschen im Ost- und im Westteil der Stadt unmittelbar nach dem Mauerbau bis zu den Ereignissen, die am 9. November 1989 zum Fall der einst am schärfsten bewachten Grenze der Welt führten.
ISBN 3-930863-73-1