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Von den Sex Pistols bis zu Pil - Johnny Rottens Geschichte(n)
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Johnny Rottens Geschichte(n)

Ein Vorwort

Alan McGee


Das erste Mal sah ich ihn im März 1977 im Listen Record Shop in der Buchannan Street in Glasgow. Ich war 16. Ich wusste von Punk, hatte im Leben aber noch keine Punk-Band gesehen, auch wenn ich schon ein paarmal die Debütsingle der Sex Pistols, »Anarchy In The UK«, gehört hatte - ich liebte den Refrain. Ich hatte keine Ahnung, dass das, was ich bald sah, mein Leben für immer verändern würde. Lydon trat in irgendeiner schrecklichen britischen Popsendung auf, sang - oder besser: schrie - "Anarchy" und hatte dazu einen epileptischen Anfall. Das warf alle Vorstellungen, die ich mir bislang von Popmusik gemacht hatte, über den Haufen. Da waren T. Rex, Slade, David Bowie gewesen, dann nichts, dann ein paar scheußliche Metal-Konzerte, und dann Punk-Rock. Punk-Rock war John Lydon.

Ich kenne Malcolm McLaren und ich kenne John, und glaubt mir: Lydon ist das Original. Malcolm lernte viel mehr von Lydon als umgekehrt. Ich liebe Malcolm, aber Lydon war ein Märtyrer für seine Generation. Er fegte eine vergangene Ära hinweg und leitete für uns alle eine neue ein.

Die Sex Pistols waren brutale Ikonen, aber PiL bedeuteten mir ungleich mehr. Die Zeiten ändern sich, doch für meine Generation ist Lydon eine Ikone, die ihresgleichen sucht; er ist wahrhaft einmalig und ein echter britischer Held. In 200 Jahren wird man sich seiner als eines Nationalhelden, als des größten Dichters und musikalischen Visionärs seiner Generation erinnern. Da wir in England leben, wird er leider erst tot sein müssen, ehe man ihn lobpreist.

Dank Lydon konnte ich ganz ich selbst sein, konnte eine ganze Generation sie selbst sein. Lydon ist kein Popidol, er ist eine verdammte Religion. Lydon ist unser Jesus Christus, den der Mainstream erst begreifen wird, wenn er fort ist.

Trink einen auf uns alle, John.

Danksagungen:

An allererster Stelle gilt mein Dank all jenen, die zu diesem Buch beigetragen haben. Auch wenn sie dafür eine Vergütung erhielten, war diese doch alles andere als ansehnlich, und dabei haben alle sich selbst übertroffen.

Ohne weitere Umschweife danke ich also: Greil Marcus, Judy Nylon, Clinton Heylin, Pat Gilbert, Kris Needs, Alan Clayson, Barb Jungr, Legs McNeil und Nigel Williamson.

Das Team von Chrome Dreams verdient mehr als eine flüchtige Bemerkung, und das gilt vor allem für: Redaktionsassistent Jake Kennedy, Graphikdesignerinnen Sylwia Grzesczuk und Aneta Fuks, Layout- und IT-Direktor Marek Niedziewicz und Projektleiterin Angela Turner. Bedauerlicherweise habe ich nicht mehr anzubieten als meinen Dank.

Ein besonderer Dank gebührt Alan McGee für sein Vorwort, das eigentlich alles sagt, und seine Großzügigkeit, die in anderer Weise dasselbe macht. Man spreche auch bitte einen Toast auf Vanessa B. aus, die erstklassigste Chefsekretärin im ganzen Business.

Ganz besonderer Dank gilt Kris Needs und Judy Nylon für ihre umfassende Hilfe bei diesem Projekt und ihren endlosen Vorrat an gutgelaunten Antworten auf alle möglichen Fragen.


 
   


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