Vorwort
Ein neuer Trend ist geboren: Nano-Aquaristik. Angebliche Kenner halten die Mini-Aquarien ja für die Erfindung eines sympathischen Japaners namens Nano, der in Anlehnung an die traditionelle Bonsai-Kunst wohl auf die Idee kam, Miniatur-Aquarien zu bauen. Diese Annahme gehört aber ganz sicher ins Land der Legende. Der Begriff Nano leitet sich schlicht und einfach vom altgriechischen nannos (Zwerg) bzw. dem lateinischen nanus (klein) ab. Es handelt sich bei der Nano-Aquaristik also um die Pflege von Kleinaquarien, die in der Regel zwischen 10 und 50 Liter fassen.
Nano-Becken sind grundsätzlich keine neue Erfindung. Aber die vielfältigen Möglichkeiten der heute im Handel befindlichen Nano-Aquarien haben zu diesem Run geführt. Die Becken sind ansprechend gestaltet und müssen selbst in einem durchgestylten Wohnzimmer oder Büro kein Fremdkörper sein. Die technische Ausstattung ist platzsparend, effektiv und unauffällig. Und zu guter Letzt sind die für diese Form der Aquaristik besonders geeigneten Wirbellosen eher anspruchslose und widerstandsfähige und dennoch ganz faszinierende Wesen.
Für machen mögen die Mini-Aquarien eine "Einstiegsdroge" in die geheimnisvolle Welt der Aquaristik sein. Ein klassisches Anfängerthema oder "Aquaristik im Light-Format" sind sie sicher nicht. Die Wassermenge und der Besatz sind verhältnismäßig klein. Wenn es in so einem System Probleme gibt, dann sind schnell sämtliche Bewohner eines Beckens oder auch die Pflanzen dahingerafft. Ein Kinderspiel ist Aquaristik in keinem Fall. Auch nicht, wenn sie so "mini" daherkommt. Damit sie gelingt, gibt dieses Buch die richtigen Tipps für den optimalen Start. Kundige Leute haben ihr Wissen für Dich hier zusammengetragen. Wir möchten, dass es Deine Tiere und Pflanzen gut bei Dir haben und Du viel und lange Spaß an diesem spannenden und faszinierenden Hobby hast.
Dank an alle, die dieses Projekt unterstützt haben. Und nun viel Spaß beim Lesen.
Die Herausgeber Chris & Reini