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Krebs heilen mit pflanzlichen Salben
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Vorwort



Ich hörte zum ersten Mal von den Krebssalben, als ich für mein Buch What Your Doctor Won't TellYou (Harper Collins, 1990) recherchierte. Eine Patientin mit Brustkrebs sagte mir, sie verdanke diesen Salben ihre Rettung. Ihr Arzt, der verstorbene Dr. H. Ray Evers, ein sehr beliebter und geachteter Pionier der alternativen Medizin, hatte die schwarze und gelbe Salbe angewandt. Nach einem Monat stieß sie den bösartigen Tumor ab.

Sieben Jahre später erhielt ich zu meiner Überraschung den Anruf eines Methodistenpfarrers aus Cincinnati, Ernest Bromley, bei dem ein bösartiger Tumor nahe des rechten Ohres diagnostiziert worden war. Bromley verweigerte die Operation, die, wie man ihm sagte, zum Verlust von Hörfähigkeit und Schluckvermögen führen könnte und er erfuhr von der schwarzen und gelben Salbe aus meinem Buch. Später erhielt er sie und wendete sie an. Nach knapp einem Monat der Behandlung stieß er zahlreiche Tumoren ab. Ein Kontroll-CT zeigte keine Malignität mehr.

Natürlich war ich erfreut über Bromleys Erfolg mit den Salben und meinen Anteil daran. Gleichzeitig war mir definitiv nicht ganz wohl mit diesen Krebssalben und der Rolle, die ich dabei spielte, indem ich darüber schrieb. Als langjährige Verfechterin der alternativen Medizin habe ich mich immer damit gebrüstet, die Aufmerksamkeit der Leser auf sichere und wirksame Krebsbehandlungen zu lenken. Nach dem Ableben on Dr. Evers wusste ich niemanden mehr, der diese Behandlung durchführte. Meines Wissens gab es keine Dokumentation, die die Wirksamkeit und Sicherheit der Salben bewies. Konnten diese Salben von Patienten gefahrlos ohne professionelle Begleitung angewendet werden? Würden sie die von den Patienten erhofften Wirkungen zeigen? Meine einzige Informationsquelle in Bezug auf die Salben war Ken Michaelis in St. Louisville, Ohio, ein zuverlässiger Vertreiber von Pflanzenprodukten. "Ich kann Ihnen nicht sagen, wie sie wirken", sagte er. Er wusste nur, dass die Salben auf einer von den Indianern benutzten pflanzlichen Rezeptur beruhten.

Solche Ungewissheiten machten mir Sorgen. So können Sie sich meine Freude vorstellen, als ich im Sommer 1994 einen Vorabdruck von Cancer Salves. A Botanical Approach to Treatment von Dr. Ingrid Naiman, einer Medizinphilosophin und Krebsberaterin, erhielt. Meine Begeisterung wuchs, als ich mich in das Buch vertiefte. Dieses Buch war so gut! Ich erwärmte mich sofort für die wohlerwogene Einschätzung der Salben durch die Autorin. Die Salben können Krebs nicht heilen, schreibt sie. Frau Naiman ist der festen Überzeugung, dass man sich den "zugrundeliegenden und oft verborgenen Ursachen von Krebs" zuwenden müsse und nur so eine Heilung bewirken könne. Die Autorin beschreibt daher die Krebssalben als "eine Methode zur Entfernung von Tumoren, die weitaus weniger invasiv und verstümmelnd" ist als die heute üblichen Standardmethoden.

Wenn Sie, wie ich, nach Informationen über alternative Medizin suchen, werden Sie in diesem Buch wenig bekannte, aber lebenswichtige Informationen finden, die die Autorin mit gewissenhafter Sorgfalt zusammengetragen hat. Sie werden vielleicht wie ich die überraschende Entdeckung machen, dass Krebssalben eine beachtliche Geschichte haben, die bis zu den Forschungen von Visionären wie Hippokrates und Hildegard von Bingen zurückreicht. Ich entdeckte, dass diese Salben nicht nur von den indianischen Heilern angewendet wurden. Sie wurden von mehreren bedeutenden Ärzten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts eingesetzt. Einer dieser Ärzte war an der Gründung der New Yorker Academy of Medicine maßgeblich beteiligt.

Ingrid Naiman hat mehr zu bieten als historisches Wissen. Einen großen Dienst erweist sie in ihrem Buch mit der Sammlung von Rezepturen zur Herstellung der Salben, die von illustren Behandlern im Laufe der Jahrhunderte angewendet wurden.

Wenn Ihnen oder jemandem, den Sie kennen, die Diagnose Krebs gestellt wurde, wird dieses Buch eine große Hilfe sein. Auch Behändler werden Nutzen für ihre Krebspatienten daraus ziehen. Dieses umfassende Buch vermittelt Ihnen die Kenntnis verschiedener Arten von Krebssalben, Methoden, die von herausragenden Behandlern angewandt wurden, sowie Fallgeschichten und Erfahrungsberichte von Betroffenen. Farbfotos veranschaulichen den "Anwendungsprozess" (wofür man einen starken Magen braucht!). Die Autorin widmet sich mit großer Sorgfalt auch der Angst vor Rezidiven und Metastasen sowie dem Schmerzproblem und schlägt natürliche Wege vor, um dieses große Behandlungshindernis zu mildern. Die wichtigste Frage, "Darf ich die Heilsalben nur unter Aufsicht anwenden?", und viele andere Probleme werden im Abschnitt Antworten auf häufig gestellte Fragen behandelt.

Heute beraten sich immer mehr Behandler in Amerika und Europa mit Ingrid Naiman über den Einsatz der Krebssalben. Mit diesem Buch halten Sie den praktischen und philosophischen Erfahrungs- und Wissensschatz der Autorin in Händen. Sie werden spüren, dass Sie eine achtsame und einfühlsame Heilerin zur Seite haben.


Jane Heimlich
Autorin von What Your Doctor Won't TellYou
Cincinnati, im November 1997




Vorwort zur 3. Auflage der amerikanischen Originalausgabe



Obwohl ich keine Ärztin bin und daher auch keine Krebsbehandlungen durchführe, berate ich Kranke, manchmal Schwerkranke. Im Jahre 1990 erfuhr ich von einer von den Indianern angewandten Methode für die Krebsbehandlung, bei der äußerlich angewendete pflanzliche Salben oder Pasten die Tumoren aus dem Körper "ziehen". Das Folgende ist der Bericht der Spur, die ich verfolgt habe. Ich hoffe aufrichtig, dass Sie sie faszinierend und heilsam finden.


Ingrid Naiman
Santa Fé, im Sommer 1997




Vorwort zur 2. Auflage der amerikanischen Originalausgabe



Ich konnte machen, was ich wollte, es gelang mir nicht, von den Krebssalben, Elixieren und Boli aus Heilkräutern loszukommen, seit ich zum ersten Mal im Jahr 1990 von ihnen hörte. Stückchenweise kreuzten immer mehr Informationen meinen Weg. Zuerst hörte ich vage Geschichten über Behandlungsmethoden der Indianer, die gemäß einer uralten Tradition auf dem Totenbett von einem oder einer Altesten weitergegeben worden waren, der oder die das Geheimnis dieser pflanzlichen Behandlung bis dahin selbst gehütet hatte. Dann begannen seltsame Passagen in alten Kräuterbüchern, seltene und unwiderstehliche Forschungspapiere, Anekdoten und verschiedene Varianten von Rezepturen ihren Weg zu mir zu finden. Nachdem mein Interesse geweckt war, wurde meine Aufmerksamkeit von immer mehr Einzelheiten in Anspruch genommen - und ich entwickelte immer mehr Verständnis für sie. Ich bin keine Ärztin, doch ich begann, mich als Sammelbecken für die verborgenen Fragmente eines fast verloren gegangenen Weges der Krebsbehandlung zu fühlen, der ernsthaft erforscht werden musste.

Als ich diese Ausgabe zur Veröffentlichung vorbereitete, versuchte ich meine eigene Beziehung zum Krebs und zu den in diesem Buch aufgezeigten Behandlungswegen zu definieren. Man könnte mich als "Medizinphilosophin" bezeichnen. Von Kind an interessierte mich die Frage, warum Menschen krank werden und warum gewisse Menschen die eine und andere Menschen eine andere Krankheit bekommen. Wie mit Krankheiten umzugehen sei, wenn sie auftreten, war für mich nie von primärem Interesse. Es scheint mir jedoch die Wahrscheinlichkeit für eine Heilung höher zu sein, wenn ein Zustand wirklich verstanden wird und Strategien zur Heilung eingesetzt werden, die tatsächlich auf die Ursache der Krankheit abzielen. So gesehen bleiben die in diesem Buch dargestellten pflanzlichen Behandlungswege ein wenig hinter meinem persönlichen Ideal zurück, da sie eher die Erscheinungsformen des Krebses als die ihm zugrunde liegenden, oft verborgenen Ursachen ansprechen. Dennoch stellen die Salben einen Weg zur Entfernung von Tumoren dar, der weit weniger invasiv und verstümmelnd ist als die heutigen Standardmethoden - und selbst wenn es keinen anderen Grund daneben gäbe, rechtfertigt dies allein schon die nähere Betrachtung.


MEINE HEILUNGSPHILOSOPHIE


Seit Jahren bin ich psychospirituelle und gesundheitliche Beraterin. Ich kenne die Frustrationen, die Verzweiflung und das Leiden von Krebspatienten und derer, die sie lieben. Ich weiß auch, dass ein verständliches Gefühl von Sinn- und/oder Machtlosigkeit auftreten kann, je weiter die Krankheit fortschreitet und je drastischer die vorgeschlagenen Behandlungsmethoden werden. Ich sehe zudem, dass unsere Zivilisation in Bezug auf Medizin und Heilung an einem Scheideweg steht; wir könnten sogar an einem neuen Punkt angelangt sein, was unsere Betrachtungsweise von Leben und Tod betrifft. Auf diesem Gebiet der Philosophie hänge ich einem strengen Glauben an. Dazu gehört die feste Überzeugung, dass jeder Mensch ein Recht auf seinen Körper hat. Daher ist man nicht nur selbst dafür verantwortlich, man hat auch das Recht, alle gewünschten Möglichkeiten zu seiner Erhaltung auszuschöpfen. Da man zu diesem Zweck gut informiert sein muss, glaube ich, dass wir ein Recht auf das Wissen haben, das uns hilft, unsere Bedürfnisse und Möglichkeiten besser zu verstehen.

Wissen kann ein zweischneidiges Schwert sein. Es bringt voran, wenn Menschen genug wissen, um beurteilen zu können, was ihren eigenen Interessen am besten dient; es frustriert, wenn zuverlässige Informationen fehlen, und es schwächt, wenn taugliche Ideen ignoriert werden. Die Schulmedizin bietet wenig mehr als Standardantworten auf die gravierenden Fragen, mit denen sich Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten auseinandersetzen müssen. Oft genug erfahren Patienten lediglich, mit welchen Methoden ihre Krankheiten behandelt werden sollten, nicht aber, wie ihre Prognose unter solchen Behandlungen aussieht, noch, welche kurz- und langfristigen Nebenwirkungen dadurch zu erwarten sind. In den meisten Fällen wird das Überleben vonseiten der Wissenschaft als Zahlenspiel verstanden, bei dem eher in Jahren als in Heilungen gemessen wird. In Wirklichkeit kann die moderne Medizin wahrscheinlich nichts zu einer echten Heilung von Krebs anbieten.

Zudem helfen die vielen an den Patienten durchgeführten Blut- und Gewebetests diesen weder aus ihrer medizinischen noch aus ihrer persönlichen Bedrängnis heraus, zum Beispiel was ihre existenziellen Fragen zu Leben und Tod anbelangt. Die Bindungen an das bekannte Leben und an für sie wichtige Menschen, die Sorge über Verantwortlichkeiten und die Zweifel über ein Leben nach dem Tod werden nicht besprochen - genauso wenig wie die alternativen Behandlungsmethoden, die ihre Lebensqualität verbessern oder die Überlebenschancen erhöhen könnten. Mit diesen Dingen müssen sich Patienten allein auseinander setzen. Ich glaube, dass eine entsprechende Bewältigung dieser wichtigen Fragen für ein Überleben entscheidender wäre als die schließlich gewählte Behandlungsmethode.

Für mich sind Leben und Tod innere Probleme, wohingegen Behandlungsmethoden äußere Entscheidungen sind, die sich - so ist zu hoffen - auf die bestmögliche Nutzung und Auslegung verfügbarer Informationen stützen. Nach meiner Erfahrung sind viele Patienten, die nach alternativen Behandlungsmethoden suchen, ausgelaugt durch ihr Bemühen um Heilung, deprimiert von der Unpersönlichkeit und den Schrecknissen ihrer Erfahrungen; sie können sich manchmal nicht entscheiden, ob sie wirklich noch zusätzliche Anstrengungen zu ihrer Rettung auf sich nehmen sollen oder nicht, vor allem, wenn damit noch mehr Schmerzen und Verstümmelungen einhergehen. Im Laufe ihres manchmal langen Krankheitsweges wird von den Patienten verlangt, ihre Gefühle einer befremdenden, im Hinblick auf die Krebsheilung häufig versagenden Technologie zu opfern. Geschwächt durch die Krankheit und die invasiven Behandlungen, scheinen sie oft nicht mehr in der Lage, weitere Anstrengungen, selbst alternative Methoden, auf sich zu nehmen und sich in Gelassenheit zu üben, da die direkte Verantwortung für die Behandlung im Alleingang ohne ärztliche Begleitung ein hohes Maß an Motivation und Selbstdisziplin erfordert.


SICH AUF DEN KREBS EINLASSEN


Krebspatienten fühlen sich oft als Opfer. Sie fühlen sich als Opfer sozialer Dynamiken, die ihr Leben bestimmen, als Opfer brutaler medizinischer Vorgehensweisen und als Opfer eines Schicksals, das sie weder verstehen noch einsehen können. Krebs ist eine furchtbare Krankheit. Sich mit dieser Diagnose auseinander setzen und die Behandlungen auf sich nehmen zu müssen, kann entsetzlich sein. Ich glaube aber, wenn man die Ursachen verleugnet, so führt dies fast sicher zum Tod und ist gegen das Ende zu auf jeden Fall schrecklicher als die Behandlungen.

In der modernen Forschung ist man sich in Bezug auf die Auswirkungen von Gedanken und Emotionen auf die Gesundheit, die so genannte Körper-Geist-Verbindung, einig: Was im Körper geschieht, insbesondere im Immunsystem, ist von den schwieriger zu bestimmenden Feinheiten und Geheimnissen des Geistes und der Emotionen nicht zu trennen. Sobald die Körper-Geist-Verbindung hergestellt ist, verflechten sich alle Geschehnisse sowohl im Körper als auch in der Seele wirkungsvoll miteinander. Macht man sich das klar, taucht eine neue Herausforderung auf, die von den Patienten oft abgewehrt wird. Fühlt ein Patient sich bereits als Opfer und man legt ihm dar, dass er vielleicht an der Schaffung seiner Realität in sozialer oder medizinischer Hinsicht mitgewirkt hat, mag sich das für ihn so darstellen, als würde er zusätzlich zu seiner Krankheit auch noch gekränkt werden. Dabei muss die Entdeckung der Körper-Geist-Verbindung nichts mit Schuld zu tun haben; sie kann auch ein Erlebnis sein.

In unserer Kultur gilt der Glaube, dass physische Ursachen habe, was sich wie physische Zustände darstellt. Im Falle von Krebs gehören zu diesen angenommenen Ursachen spezifische Umweltgefahren, demographische und genetische Risikofaktoren und vielleicht die Ernährungsweise. Forscht man in dieser und ähnlichen Richtungen, findet man keine Antworten auf solche wirklich entscheidenden Fragen wie "Warum ich?" und "Warum jetzt?" Da echte Heilung und Ursache wahrscheinlich nahe beieinander liegen, habe ich in meinen anderen Schriften eine völlig andere Haltung und Herangehensweise an den Krebs und seine Behandlung vorgeschlagen.

Ein Opfer mag den Gedanken mit Fug und Recht ablehnen, dass Gefühle oder verborgene Aspekte psychospiritueller Natur krankheitsfördernd sind. Alle einschlägigen Spezialisten bestehen jedoch auf der Ansicht, dass unsere Erfahrungen und die Art, wie wir mit ihnen umgehen, für unser Wohlbefinden oder dafür, dass es uns fehlt, von Bedeutung sind. Sie können auch mich auf die Liste derjenigen setzen, die nicht an eine vollständige Heilung glauben, solange die Ursachen der Krankheit nicht beseitigt wurden, selbst wenn die Symptome zu verschwinden scheinen. Viele dieser Ursachen liegen tief, doch meiner Einschätzung nach ziehen sie genau die Erfahrungen an, die wir bewusst vermeiden wollen. Ich glaube, eine Kommunikation zwischen der inneren und der äußeren Stimme, der subjektiven und der objektiven Realität tut Not. Ob nun Angst vor Schmerzen, vor dem Unbekannten oder vor dem Tod zu den Krankheitserfahrungen gehört - die Sorgen und Geheimnisse unseres Seins müssen ebenso erforscht und mit den mehr linearen Zielen in Einklang gebracht werden, von denen wir uns bei medizinischen Entscheidungen leiten lassen.

Ich habe oft von Krebspatienten gehört, dass sie Angst davor haben, was zum Vorschein kommen könnte, wenn sie tiefer in sich hineinschauen. Ich sage dann immer, wo es um das Leben geht, ist die Vogel-Strauß-Taktik nicht besonders sinnvoll. Es ist an der Zeit, "die Zähne zusammenzubeißen". Damit kann man die Kontrolle über das Leben wieder gewinnen, aus welchen Gründen sie auch immer entglitten ist. Außerdem kann man der Innenschau vermutlich sowieso nicht entgehen; entweder tritt sie als lebensrettende Maßnahme (in dieser Dimension) auf oder als Teil der Todeserfahrung.

Nach meinem Dafürhalten ist blinder Gehorsam gegenüber orthodoxem Denken als Reaktion auf Krebs nicht praktikabel. Er kann sogar einen Teil der Opferrolle ausmachen. Seine schlimme Lage jedoch zu nutzen, um ein Recht auf Ehrlichkeit gegenüber sich selbst geltend zu machen, mag dagegen zu den wirkungsvollsten Strategien gehören. Und schließlich ist Leben Erfahrung. Erfahrungen sind objektiv: Geburt, Wachstum, Schulabschluss, Berufsleben, Heirat, Geburt von Kindern und Enkelkindern, Gesundheit und letztendlich Tod. Erfahrungen sind aber auch subjektiv: glücklich oder traurig, heiter oder beängstigend, einträglich oder fordernd, bereichernd oder entmutigend. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass die wegweisenden Prozesse, einschließlich der Krisen, genauso wichtig sind wie die Ziele selbst. Unsere Erfahrungen und unsere Gefühle haben schließlich dieselbe Bedeutung wie das, was wir nach außen erreichen. Ich kann die Ansicht nicht teilen, wonach man Leben mit denselben quantitativen Maßstäben messen könne, die in der Wissenschaft üblich sind. Zum Leben gehören sowohl immaterielle empirische Komponenten als auch eine spirituelle Essenz. Ich habe über diese mehr philosophischen Sachverhalte an anderer Stelle ausführlich geschrieben, dieses Buch soll aber ein praktisches sein. Allerdings kann ich nach bestem Wissen und Gewissen etwas nicht als praktisch betrachten, wenn es die tieferen, über Pathologie und Medizin hinausgehenden Daseinsaspekte außer Acht lässt.

Dieser Glaube verfolgte mich, als im Jahre 1993 ein Mensch starb, der mir sehr nahe stand. Ich verlor jedes Interesse an den Salben und fing wieder an, über der Bedeutung der Existenz zu brüten. Wie gesagt, ich bin Medizinphilosophin. Einerseits wollte ich glauben, dass der Tod meiner Freundin unnötig war, andererseits musste ich wissen, wodurch wirklich bestimmt wird, ob ein Mensch noch eine gewisse Zeit zu leben hat oder sterben muss. Mein Interesse an den körperlichen Aspekten des Lebens reduzierte sich auf die Ernährung, und ich verbrachte meine Zeit mit Kontemplation. Ich suchte 15 bis 20 Medien, Channeling-Medien und Hellseher auf, hörte mir ihre verschiedenen Einsichten an und schrieb in der Folge ein Buch über das Schicksal und nicht über Ernährung und Krauter.

In der Zwischenzeit stand bei mir das Telefon nicht still. Verzweifelte Menschen, die auf eine Erwähnung der früheren Ausgabe dieses Buches in Richard Walters' Options gestoßen waren, baten mich, sie bei der Anwendung der Salben anzuleiten. Dies war für mich eine Qual. Und obwohl ich keinen Kranken abweisen wollte, interessierte mich nichts anderes als die Antworten auf die wirklich große Frage des Lebens: " Warum?"


EINE UMFASSENDE ANTWORT AUF DEN KREBS


Was ich heute hier schreibe, soll dem Ausdruck verleihen, was Krebspatienten meiner Meinung nach wissen müssen: Es gibt viele alternative Wege zur Behandlung von Krebs. Seit der Begegnung mit meinem ersten Krebspatienten vor gut 25 Jahren habe ich viele hundert Geschichten gehört. Ich habe Menschen erlebt, die Jahre lang hinter immer neuen Hoffnungen hergejagt sind; manche wurden zweifelsohne gerettet, andere nicht.

Als meine Freundin starb, warf man mir vor, ich hätte ihr falsche Hoffnungen gemacht. Die Alternative - die ihr Arzt ihr angeboten hatte - war falsche Verzweiflung. Tatsache ist, dass sie viel länger lebte als ursprünglich vorhergesagt, und ihr Leben hatte bis zum Schluss, bis zu den letzten Wochen, eine bemerkenswerte Qualität.

Vielleicht wäre die perfekte Verhaltensweise eine vollkommen neutrale gewesen, weder Hoffnung, noch Verzweiflung, aber das ist nicht realistisch. Wir wissen heute sicher und zweifelsfrei, dass das Immunsystem auf Emotionen reagiert, dass es durch Hoffnung stimuliert wird und dass Verzweiflung die Selbstheilungskräfte des Körpers hemmt. Wir wissen auch, dass die Chemotherapie nicht die Wunderwaffe ist, auf die die Menschheit so große Hoffnungen gesetzt hat und dass Operationen verstümmeln und Bestrahlung zu Sekundärtumoren führen kann. Die Patienten haben ein Recht auf Alternativen. Die schorfbildenden Salben wurden von einem Arzt als ein Mittelding zwischen Chemotherapie und Operation und von meiner Freundin als "die Salben aus der Hölle" bezeichnet. Sie sind radikal, nicht "freundlich", aber sie sind oft wirksam.


DIE SALBEN


Meiner Meinung nach können die Salben, Elixiere und Boli den Krebs nicht heilen, doch sie sind vernünftige Alternativen zu den Verfahren und Vorgehensweisen der modernen Wissenschaft. Bei richtiger Anwendung - und das ist ein Punkt von äußerster Wichtigkeit - haben sie keine schädlichen Nebenwirkungen. Sie können vielmehr in als hoffnungslos geltenden Fällen eingesetzt werden, zum Beispiel bei inoperablen Tumoren. Sie sind vielleicht das Mittel der Wahl, wenn die Situation nicht unmittelbar bedrohlich erscheint, wenn der Wettlauf gegen die Zeit noch nicht im Vordergrund steht und wenn es sich lohnt, etwas auszuprobieren, bevor drastischere und unumkehrbare Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

In unserer heutigen Zeit werden viele Körperteile als verzichtbar betrachtet. Obwohl sie vielleicht nicht lebensnotwendig sein mögen, so haben sie doch Aufgaben und dürfen Beachtung finden. Schilddrüse, Brüste, Gebärmutter und Prostata sind wesentliche Kennzeichen unseres Menschseins. Ohne diese Körperteile scheint das Leben oft weniger vollständig zu sein. Zudem möchte sich niemand gern operieren lassen oder ein Stück von sich verlieren. Manche Menschen fühlen sich durch den Verlust bestimmter Körperteile stigmatisiert und haben ein echtes Bedürfnis nach Trauer um die unter dem Messer des Chirurgen geopferten Teile ihrer selbst. Das gilt, ungeachtet, ob das Organ der normalen physiologischen Funktionsfähigkeit oder der geschlechtlichen Identität diente.

Ich persönlich habe mich dem Prinzip der Ganzheit verschrieben - dem der Ganzheit des Körpers, des Charakters, des Selbstausdrucks und des Geistes. Ich denke, wir sind inkarniertes Leben und unser Überleben hängt sowohl davon ab, dass wir für Inspiration entsprechend empfänglich sind als auch davon, dass wir Erfahrungen richtig interpretieren und annehmen. Materie bietet keine Erklärung für die menschliche Existenz; wir bestehen nicht nur zu zwei Dritteln aus Wasser und einigen chemischen Stoffen. Wir sind vielschichtige Einzelwesen mit einer individuellen Geschichte und individuellen Erfahrungen, und der Umgang mit diesen Erfahrungen wird in riesigen Erinnerungsräumen in der Tiefe unserer Psyche gespeichert.

Die Medizin kann das Leben nicht adäquat erklären. Leben ist kein Puls und kein Gehirnstrom. Es ist geheimnisvoller, als Anatomie und Physiologie es erscheinen lassen. Leben ist göttlich. Leben ist das, was uns mit der Schöpfung verbindet. Wenn wir leben, haben wir an der Schöpfung teil, aber was ist diese Schöpfung? Letztendlich ist sie Ausdruck der göttlichen Idee, das Handeln des Geistes in der Realität.

Ich glaube, dass jeder von uns ein Schicksal hat, eines, das uns von unserem Schöpfer bestimmt wurde. Ich sehe aber die beiden Begriffe Schicksal und Fügung nicht als Synonyme an. Das Schicksal ist die dynamische Manifestation unserer spirituellen Ziele. Bevor wir soweit sind, dass wir unser Schicksal zu erkennen und zu erfüllen beginnen, machen wir viele Erfahrungen. Diese Erfahrungen sind im Wesentlichen emotionaler, nicht mentaler oder physischer Art. Gewiss können wir Gefühle physischer Art zu Ideen und Ereignissen haben; die Erfahrung per se ist jedoch emotional, und wie das Schreien oder Weinen von Kindern bedarf jede Erfahrung einer verständnisvollen Reaktion, einer Bestätigung und Annahme.

Diesen Augenblick versteht man am besten als den Punkt, an dem Schicksal und Erfahrung sich kreuzen, und jeder beliebige Augenblick kann mehr spiritueller oder mehr emotionaler, mehr dynamischer oder mehr reflektierender, mehr transzendentaler oder mehr persönlicher Art sein.


DIE URSACHE VON KREBS


Ich glaube, Krebs ist eine krankhafte Aufstauung von Erfahrungen. Emotionen, die nicht verarbeitet werden, neigen dazu, zu stagnieren, zu erstarren und schließlich die Lebensenergien zu lahmen, die in der Persönlichkeit ihren Ausdruck zu finden versuchen. Warum erstarren Emotionen? Sie tun das, wenn der Glaube besteht, dass das Sich-Regen oder das Ausdrücken von Gefühlen zur Katastrophe führt. Wenn ein Patient glaubt, dass seine Wahrheit ignoriert oder heruntergespielt wird, seine Wut auf noch größere Wut trifft, sein Kummer nicht ernst genommen wird, wird er wahrscheinlich seine Gemütsbewegungen unterdrücken, bis jede Spontaneität, jede emotionale Offenheit und jede Stoffwechselfunktion erlahmt ist. Das soll nicht heißen, dass eine wilde und rücksichtslose Ausdrucksweise der Gesundheit dient, sondern nur, dass die Würdigung tief verborgener persönlicher Wahrheiten von existenzieller Bedeutung ist.

Leben ist dualer Natur: Es findet spirituell und physisch statt. Die Inspiration des Geistes durchdringt den Raum mit Lebensessenz, und die dadurch gebildeten Formen beinhalten sowohl Substanz (Gewebe) als auch Erinnerungen an alle im Laufe des Lebens gemachten Erfahrungen. Ohne die Zusammenarbeit von Verstand und Geist mit Körper und Gefühlen ist kein inneres Gleichgewicht möglich, und die Entwicklungsfähigkeit der gemeinsamen Schöpfung ist gefährdet.

Krebspatienten neigen zu einem übermäßig ausgeprägten Verantwortungsgefühl. Aber was ist dieser Pflichtbegriff anderes als "Geist über Materie"? Solange der Materie, zu der Form und Gefühle gehören, nicht dieselbe Achtung gezollt wird wie dem Verstand, ist die Lebenskraft des Körpers, der allen ihm von der Pflicht auferlegten Ideen, Zielen und Inspirationen Raum geben muss, geschwächt. Leben ist gedacht als befruchtend, als im Fluss befindlich und ewig - nicht als beschränkt und beeinträchtigt durch Vorstellungen darüber, was sich gehört und was nicht. Was nicht fließen darf, wird unterdrückt, und ich möchte behaupten, dass diese Unterdrückung die wahre Ursache für den Krebstod ist.

Und obwohl ich immer dafür bin, die körperlichen Leiden durch geeignete Maßnahmen auf der körperlichen Ebene zu lindern, würde ich in meinem Bestreben nach Ganzheitlichkeit meine eigenen Wahrheiten niemals verleugnen, weder die transpersonale noch die emotionale. Nehmen Sie diesen Rat an und lesen Sie alles andere mit der gebotenen Wachsamkeit im Hinblick darauf, inwieweit man allein auf Maßnahmen vertrauen kann, die nur die körperliche Ebene einbeziehen.

Mögen Gottvater und die Göttliche Mutter Sie segnen und beschützen und Sie zu Ganzheitlichkeit, Wohlbefinden und Glaubensstärke führen.


Ingrid Naiman
Cundiyo, 8. Juni 1994




Erklärung der Autorin



Seit einigen Jahren verschlechtert sich unsere Umwelt und die Qualität unserer Nahrung, und Stress, der im medizinischen und im emotionalen Sinne zu Krisen führt, nimmt unkontrollierbar zu. Im selben Zeitrahmen ist auch die Verbreitung von Krebs gestiegen. Die Patienten, die ein malignes Geschehen in sich tragen, werden immer jünger. Obwohl eine ausgeklügelte Technologie die frühe Diagnosestellung erleichtern kann, hat die Fähigkeit, Krebs zu heilen, weder mit den Risiken, die ein Überleben vortäuschen, noch mit den auf manchen Gebieten der Medizin erzielten Fortschritten Schritt gehalten. Viele der heute bei Krebs verordneten Behandlungen haben schmerzhafte Nebenwirkungen, und ihr Erfolg ist fragwürdig.

Zwei Antriebskräfte waren es, die mich veranlasst haben, über die Verwendung der Salben, Elixiere und Boli in der Krebsbehandlung zu informieren:

• Die Erste: Für Krebspatienten gibt es Alternativen zur schulmedizinischen Behandlung. Die auf den folgenden Seiten beschriebenen Vorgehensweisen haben viele medizinische Moderichtungen überlebt. Die Methoden sind hunderte, wenn nicht tausende von Jahren alt, und wie so viele von der Natur angebotene Heilmittel sind diese pflanzlichen Methoden zur Behandlung von Krebs relativ frei von Nebenwirkungen.

• Die Zweite: Als ich sah, wie diese traditionellen Mittel wirken und Erfahrungen damit sammeln konnte, fühlte ich mich dazu aufgerufen, meinen Teil dazu beizutragen, dass das Wissen um ihre Anwendung erhalten bleibt. Jemandem wie mir, der neugierig und eklektisch ist, wurde durch dieses Bemühen, wenn auch in bescheidenem Maße, der Bonus zuteil, an der faszinierenden und unermüdlichen Arbeit von Ethnobotanikern und medizinischen Anthropologen mitzuwirken.

Salben und Boli sind eine Alternative, die viele Krebspatienten in Betracht ziehen sollten. Zusammen mit einer richtigen Ernährung, ergänzenden pflanzlichen Medikamenten und einer vernünftigen Lebensweise bieten sie einen viel versprechenden ganzheitlichen Ansatz im Gegensatz zu unendlichen Leiden und Verstümmelungen, vielleicht selbst zum Tod.



 
   


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