Nachdem in den 1970er und 1980er Jahren vorwiegend Altersleitbilder der Individualisierung vorherrschten - z.B. Alter als "Unruhestand" - haben Mitte der 1980er Jahre erste Überlegungen eingesetzt, wie vor allem das so genannte "negative Alter" sozialpolitisch abgefangen und gesellschaftlich integriert werden könnte. Empirisch ist deutlich, dass die Familie heute den Altersstrukturwandel weitgehend abfängt. Gesprochen wird von ihr als dem "größten Pflegedienst der Nation". Bei einer genauen Analyse der innerfamilialen Strukturen wird aber deutlich, dass Fürsorge für Alte in der Familie mit der Geschlechterfrage steht und fällt. Die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes beleuchten das Verhältnis von Geschlecht, Gerechtigkeit und demografischem Wandel aus verschiedenen disziplinären Perspektiven und tragen so zu einer Wahrnehmungserweiterung hinsichtlich eines aktuellen Themas bei.
ISBN 978-3-938304-84-6
Mabuse-Verlag