Vorwort des Herausgebers
Dass Trinkwasser das wichtigste Lebensmittel des Menschen ist und daher eines besonderen Schutzes bedarf, dürfte eine Binsenweisheit sein. Dass bis heute indes schon jemand auf die Idee gekommen wäre, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die (immerhin 98 % der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland mit Trinkwasser versorgende!) öffentliche Trinkwasserversorgung quasi vom Gewässer bis zum Wasserhahn auf ihre hinreichende Schutzwirkung zu durchleuchten, ist nicht bekannt. So gesehen beschäftigt sich die nachfolgende Arbeit von Frau Paul tatsächlich mit rechtswissenschaftlichem Neuland. Dabei spielt der "Idealzustand" des Trinkwassers, also seine Gewinnbarkeit ohne besonderen Aufbereitungsaufwand aus dem natürlichen Wasservorkommen, die zentrale Rolle. Weshalb es durchaus Sinn macht, bereits jedwede Benutzung eines Gewässers (insbesondere Abwassereinleitungen) nur so zuzulassen, dass das von dort entnommene Wasser ohne Gesundheitsgefährdungen für den Verbraucher genießbar ist. Getragen von diesem Anspruch ist es Frau Paul gelungen, das alles in allem sehr komplexe Rechtsregime zum Schutz der öffentlichen Trinkwasserversorgung präzise herauszuarbeiten. Allein deshalb, aber auch vor dem aktuellen Hintergrund der erneut anstehenden Diskussionen um die Schaffung eines Umweltgesetzbuches und des darin vorgesehenen wasserwirtschaftsrechtlichen Teils ist der Abhandlung zu wünschen, dass sie beim Fachpublikum auf die ihr gebührende Resonanz stößt.
Prof. Dr. Michael Kotulla Bielefeld, im Februar 2008
Die vorliegende Arbeit hat der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld im Sommersemester 2007 als Dissertation vorgelegen. Bei der Drucklegung konnten die sich seitdem geänderte Gesetzeslage und die wesentliche Literatur bis Ende des Jahres 2007 berücksichtigt werden.
An erster Stelle bin ich Herrn Prof. Dr. Michael Kotulla M.A. zu tiefstem Dank verpflichtet. Als Betreuer meines Promotionsvorhabens hat er dieses von Anbeginn stets hilfreich begleitet. Mit Rat und Unterstützung an richtiger Stelle hat er seine Aufgabe als Doktorvater im besten Sinne des Wortes ausgefüllt. Ferner danke ich ihm und Frau Prof. Dr. Martina Haedrich für die Aufnahme meiner Arbeit in ihre Schriftenreihe.
Für die rasche und intensive Auseinandersetzung mit meiner Dissertation im Rahmen der Erstellung des Zweitgutachtens danke ich Herrn Prof. Dr. Matthias Mahlmann.
Großer Dank gebührt auch Herrn Prof. Dr. Otto Backes, der nicht nur bereitwillig den Vorsitz des Prüfungsausschusses übernahm, sondern mir während meiner Promotionszeit, in der ich zugleich für ihn als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war, den nötigen Freiraum zur wissenschaftlichen Entfaltung in eigener Sache zugestanden hat.
Ein besonderer Dank gilt meiner Familie, insbesondere meinen lieben Eltern Brunhild und Horst Paul, meiner Großmutter Anneliese Paul sowie meinem Onkel Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Paul. Meine Familie hat meinen beruflichen Werdegang stets liebevoll begleitet und mir zu jeder Zeit den Rücken gestärkt und frei gehalten.
Nicht in Worte zu fassen ist die Anerkennung, die ich meinem Ehemann Christian Bergmann und unserem Sohn Julian ausdrücken möchte. Beide mussten mich insbesondere im vergangenen Jahr so manche Zeit entbehren und mein Arbeitspensum geduldig mittragen. Ihnen widme ich dieses Buch.
Anne-Christine Paul Herford, im Januar 2008